scharfsinnig - unsinnig - kurzweilig

Monatsrückblick Oktober 2020

Der Monat beginnt mit einem politischen Schlagloch, mit Lücken im Gedächtnis des Verkehrtministers. Echt be-scheuer-t, dass er sich LKW mautmäßig aber auch gar nicht mehr erinnern kann. Eigenartig, dass sich grundsätzlich Politiker vor einem Untersuchungs-Ausschuss selten an die erhobenen Vorwürfe erinnern können! Sind sie denn da überhaupt für ein Amt geeignet? Außerdem wird sich die SPD sicher in Zurückhaltung üben, damit man dem SC-Holz beim Wirecard-Ausschuss nicht an die Karre fährt! Eine Krähe hackt der anderen eben kein Auge aus!

04.10.: Der infizierte Egomane begibt sich aus dem Krankenhaus auf einen Jubelkorso, um seinen blinden Wählern huldvoll zuzuwinken. Schade nur,  es war keine Cabriotour und nicht in Dallas!

06.10.: Herzlichen Glückwunsch liebe TK-Pizza zu deinem 50sten Geburtstag!

Irgendwie war mir schon immer klar – heiraten ist gefährlich! Immer wieder sind Hochzeiten die Corona-Hot-Spots. Gefeiert wird lässig, meist nachlässig. Da hilft auch kein Autokorso, um andere Verkehrsteilnehmer zum Abstand zu zwingen.

Herbst-Geflüster. Als bekennender, praktizierender Laubsauger schlägt jetzt wieder meine Stunde! Er ersetzt den Benzin-Rasenmäher.

Vor ein paar Wochen noch, da forderten die Länderfürsten vehement eine dezentrale, individuelle Handhabe im Umgang mit Corona. Wie mittlerweile üblich in diesem unserem Lande, schreien nun alle wieder nach einer ganzheitlichen, zentralen Lösung. Und wieder ist der Vorstürmer und Schattenkanzler der Erste, der den Flickenteppich rügt. Er, der die ersten Flicken überhaupt geknüpft hat.

Der DFB, der „Deutsche Fiskus Betrüger“ spielt mit der Bandenwerbung foul. Banden-Werbung, wie der Name schon sagt!

Die wandelnde Knopfleiste aus Mc Pomm lüftet ihr Geheimnis – die Lösung zum Schutz vor dem Virus: Lüften! Jetzt gibt es allerdings noch diverse Imponderabilien. Wie Lüften? Sequenziell, bundesweit oder regional, Durchzug, Stoß- oder Dauerlüften, mit oder gegen den Wind, durch Türen oder Fenster, die Fenster in Schrägstellung, gekippt oder sperrangelweit geöffnet? Wir sollten den Schattenkanzler zu Rate ziehen! Der lehnt sich doch generell am weitesten aus dem Fenster.

10.10.: Der Welttag des Hundes. In China erscheinen neue Kochbücher. Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt!

13.10.: Länderspiel gegen die Eidgenossen. Endlich ein Fortschritt! Es wurde keine Führung verspielt. Die Mannschaft im Krea-tief.

Jetzt hilft nur noch ein Filibuster. Das lasse ich einfach unkommentiert so stehen.

Philosophisch will ich zum 70sten Geburtstag den Peanuts gratulieren: Charly Brown zu Snoopy: „Eines Tages müssen wir alle sterben.“ Snoopy erwidert: „Aber an allen anderen Tagen nicht!“

Wenn sich die unglaubliche Wandlung vom Saulus zum Paulus, wie bei der letzten Märchenstunde, so rasant weiterentwickelt, dann hat der Leibhaftige in den USA durchaus das Potential zum Präsidenten. In zehn bis fünfzehn Jahren!

Immerhin haben wir, vier Rentnerehepaare, es geschafft, innerhalb von zehn Monaten einen Termin zu finden, für eine gemeinsame Wanderung. Es war ein 70er Geschenk aus dem Jahre 2019, das mir viel Freude bereitet hat. Das Verhältnis zwischen Wandern und schöpferischen Pausen war relativ ausgeglichen. Wenn auch zu Gunsten der Pausen. Man mag es kaum glauben, dass mitten in Gottes unberührter Natur prall gefüllte Kühlschränke herumstehen. Allerlei Labung zwang quasi zum Verweilen. Die Piccolos, Ulmer Pils und Eierlikörchen waren dann auch bei der nächsten Steigung schwups wieder neutralisiert. Sieben Höfe, sieben Kühlschränke, sieben Pausen, bei denen sich die mitgeführte Verköstigung angemessen steigerte. Von Brezeln über Weckle, Käse, Würste und diverses Gesundes in Form von akkurat geschnittenen Paprika und Gurken, sowie Radieschen, bis zu Orangen- und Nussschokolade. So macht Wandern Spaß!

Nach 24 Jahren eröffnet der BER. Und keiner hebt ab!!

Die notorischen Jammerer, die Subvebtionsempfänger,  protestieren gegen die Dumpingpreise der Supermarktketten. Endlich mal eine sinnvolle Aktion!

Apropos Bauern, unsere Klöcknerin von Notre Agrar hat doch ein super Ergebnis in Europa geerntet. Mit den Subventionen verhält es sich so, als ob das Kindergeld nach der Größe des Kinderzimmers ausgezahlt wird. Es kostet uns auch nur die Kleinigkeit von 1Milliarde Euro. Mehr.

Der sc-heisse Einkaufstipp zu Corona: Toilettenpapier wird schon wieder gehamstert. Alternativ österreichische Briefmarken kaufen! Sie sind auf Toi-Papier gedrückt!

Ich ertrage die Berichterstattungen zur Wahl in den USA nicht mehr. Und ich frage mich, ob die Anhänger des Zerstörers überhaupt schon aufrecht gehen können? Von Aufrechtigkeit* ganz zu schweigen! Es wird bös enden. So oder so!

Werft doch bitte einmal einen Blick auf die europäischen Königshäuser! Die Blaublütigen müssen doch über außergewöhnliche Schwellkörper verfügen. Oder?

Der Monat begann und endet mit dem Bundes-Verkehrs-Ministyrium. Der EuGH erklärt die Abzocke bei der LKW-Maut für unzulässig. Wie hoch werden wohl hier die Rückzahlungen für die Spediteure? Was meint eigentlich der U-Turner dazu?

Die schönen Seiten von Corona: nach Fasching fällt auch Halloween aus! Bum Bäh! Und der Typ mit den kürbisfarbenen Haaren wird zum gruseligsten Hohlkopf gekürt.

Zu guter Letzt das Wort zum Weltspartag: Frauen leiden deutlich häufiger unter Thermophysiologie! Was das mit dem Weltspartag zu tun hat? Eigentlich nichts! Warum?

Eine neue Interpretation für AfD: „Anormale faschistische Demagogen“

Die besten Geschichten schreibt das Leben selbst! Die Rache Putins, Helene Fischer, ist mit einem Preis ausgezeichnet worden, der treffender hätte nicht sein können: Der „Goldenen Henne“!

*Ich weiß doch, dass es Aufrichtigkeit heißen muss!

6 Kommentare

  1. Bernd Lippert

    zu der Herforder Story
    Eine tolle wahre Geschichte. Mehr als amüsant. Klasse geschrieben. Bin begeistert. Erinnert mich Ephraim Kishon. Ich bin der Bruder von Liebilein, habe 20 Jahre lang als Foodfotograf in meinem Bielefelder Fotostudio mit meinem Team u.a. auch die Fotos auf den Verpackungen für Dr, Oetker produziert. Pizzen, Backmischungen etc. plus andere Brands aus ganz Europa bedient.
    Als top bezahlte Industrienutte wollte ich mal kurz ausspannen, und habe in Hongkong meine jetzige thailändische Frau Ninprapha „Nini“ kennengelernt, sie nach Deutschland geschleppt und mit ihr als Foodstylistin 5 Jahre in Bielefeld zusammengearbeitet. Dann Hochzeit, mein Sohn Leo wurde geboren. 2 Jahre später Auswanderung nach Thailand, Hausbau ich war 54 alt – Punkt. Wollte mich einfach mal richtig ausruhen. Ging nur einen Monat gut. Also alles nochmal von vorn: Fabrikhalle mieten, Studio eröffnen, alte Kunden aus Deutschland reisten an und weiter drehte sich das Hamsterrad. Habe für das Sheraton Hotel Bangkok Food fotografiert. Die haben mich dann flugs in deren gesamte Hotelkette „Starwood“ integriert Meridien Hotels und noch viel mehr in ganz Südostasien. Die Fotografie in den vielen asiatischen Ländern hat 4 Jahre gedauert. Meine Idee, ein 200 Seiten Buch mit den schönsten Fotos aus jedem Hotel zu gestalten. Das hat nochmals 1 Jahr gedauert. Die Hotels haben vorher davon nichts erfahren, bis ich ihnen das fertige Werk präsentiert habe. Das hat reingenallt. Sämtliche Starwood Hotels haben zugeschlagen und die Bücher an Gäste verkauft. Win Win for all. Seitdem habe ich kostenlos Logis und Pilsbeer in allen Luxury Hotels in Bangkok.Das ganze Ding war aber noch nicht zu Ende, denn inzwischen ist ein amerikanischer Hotelinvestor aufmerksam geworden und schickte mich auf mehrere Atolle auf die Malediven. Das war Luxus pur mit Sterneköchen. Es turnten auch reichlich A bis C Prominente dort herum. Zwischendurch kam ich immer wieder mal in unser Haus in zu meinen Lieben. Das tat gut. Leo kam inzwischen auf eine internationalen Privatschule. in Chonburi. Einige Jahre säter haben Nini und ich beschlossen, dass Leo sein Abi in Deutschland machen soll. Er hat einen Thai Pass, spricht akzentfreies Englisch und normales Deutsch und 2 Passports. Im April 2021 soll er mit dem Abi fertig werden, falls Corona das zulässt. Wegen Corona funktioniert die Reiserei nicht. Deswegen gehts im Moment täglich über Skype oder WhatsApp. Ich schreibe weiterhin an meinen Büchern. Ich schicke dir gern mal eine Leseprobe meines Buches „Colors of Nature“ zu. Mein Verlag ist an Corona gescheitert und ich werde mir nach Corona wieder einen anderen Verlag suchen müssen. Es soll ein repräsentatives grossformatiges Printprodukt werden. Im Moment baue ich an meinem 400 – seitigen Bildband über Bangkok. Schicke mir doch mal deine Mail
    Adresse. Lieben Gruss aus dem Land des Lächelns – Bernd

    • Armin

      Lieber Bernd,
      das haut mich ja glatt vom Hocker! Kann mich gut an Dich erinnern, den Weissen Hirsch“ und den ganzen OWL-Klüngel. Melde mich später ausführlicher von meiner privaten Adr.
      Sei inzwischen herzlich gegrüßt!
      Armin

  2. Jürgen Kopp

    Wie immer sehr guter Oktober Rückblick.
    Noch ne Weisheit!!

    Loriot sagte:
    „In Krisenzeiten suchen Intelligente nach Lösungen, Idioten suchen nach Schuldigen.“

    Wie recht er hatte!

    Allen einen schönen November und bleibt gesund.

    • Armin

      Dieser Spruch trifft aber sowas von zu! Erstaunlich, dass es ausgerechnet „Clowns“ sind, die die ernsten Weisheiten von sich geben!

  3. Hans2

    Lieber Armin ,

    wieder einmal „Gut getroffen“ !
    Da kann man nur Karl Valentin beipflichten wenn er schreibt :

    „Der Mensch ist gut, die Leute sind schlecht!“

    In diesem Sinn ….mach weiter so !

    • Armin

      Da kann ich noch eine Weisheit von einem anderen, unbekannten Philosophen nachschieben: „Alles wird schlechter. Nur eins wird besser, die Moral wird schlechter!“

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