scharfsinnig - unsinnig - kurzweilig

Jahresrückblick 2017

Eigentlich ist alles gesagt. Nur nicht von allen. Und so ist es schon gute alte Tradition, dass ich auch noch meinen Senf dazugebe. Andererseits gibt es dann doch wieder etliche Nebensächlichkeiten die ich ans Licht der Follower zerre, deren Beachtung ein gar jämmerliches Dasein fristeten. Ich möchte gar nicht auf Jamaika, GroKo, KoKo, metoo oder Soko eingehen. Da wäre ohnehin jedes weitere Wort zu viel des Guten. Das alte Jahr ist entsorgt – Sondermüll! Mit all seinen Trumps und Erdogans, mit Brexitern und Katalanen, mit den Wahlen in diesem unserem Lande, bei den Schluchtenscheißern, in Polen und wo sonst noch die ewig Gestrigen ihren geistigen Unrat ausgekübelt haben und auch noch wählen durften.

Der Tauschrausch und Gutscheineinlösewahn ist vollzogen. Die Holzblasinstrumente mit acht Löchern sind wieder im Veloursäckchen eingemottet bis zum nächsten Fest der Freude, die heiligen drei Könige kehren zurück ins Morgenland. Eigentlich wollten sie Asyl suchen, da der Familiennachzug jedoch noch nicht final geklärt war und ihre  Staaten auch noch nicht im allgemeinen Chaos des Nahen Ostens versunken sind, treten sie lieber den Heimweg an. Der Alltag kann kommen.

Generell ist festzuhalten, dass die Haselmaus Tier des Jahres war und der Klatschmohn die Blume des Jahres. Alle klatschen Applaus für Haselmaus und Klatschmohne! Bitte!

Schauen wir nun gemeinsam zurück auf ein paar der vielfach überlesenen, überhörten, überflüssigen und unerhörten Ereignisse des gebrauchten Jahres 2017.

Januar 2017

Die Uhr wurde um 1 Sekunde zurückgestellt. Sonst würde in 25 Millionen Jahren die Sonne erst mittags aufgehen. Für Langschläfer sicher erstrebenswert. Aber wie würde es mit der Sommerzeit geregelt werden? Und welche Auswirkung hat es auf die Ladenschlußzeiten?

Hunter Hopps hat das Ende der Exeltabelle ermittelt. Nach 1.048.576 Zeilen ist Schluss mit lustig. Ich habe es als gegeben hingenommen. Wer es bei Word noch nachholen möchte, hier schweben die Zahlen der Zeilen noch im Nirwana.

Februar 2017 

Grandy Cat modelt in Berlin alle Diven und Möchtegernstars an die Wand. Auch die, die bei metoo zu kurz gekommen sind.

Die Zverev-Brüder spielen im Davis Cup für Deutschland. Sie gewinnen zwar nicht, versteuern aber ihre Gewinne lieber in Monaco. Man spricht von einem Doppelfehler!

Beim ESC läuft es besser als 2016: Es sin(g)kt für uns das Niveau.

Der Valentinstag hat nichts mit Karl Valentin zu tun. Früher war die Zukunft aber auch besser!

Eine Veganerin aus Limburg reklamiert das Glockenspiel des Rathauses: „Fuchs du hast die Gans gestohlen“ – es wird tatsächlich geändert! Armes Deutschland!

März 2017 

Der März hat es in sich. Offensichtlich sind die Kassen im  ersten Quartal noch prallvoll. Ein Richter vom BGH kassiert nebenbei 300.000,- €. Der Chef der Polizei-Gewerkschaft (Ehrenamt!) schafft dreifach an. Ohne es zu versteuern!

Die für den Umweltschutz verantwortliche Aufsichtsrätin bei VW stolpert über den Dieselskandal in die Altersarmut. Für ihre Unfähigkeit erhält  sie eine Abfindung von 14.000.000,-€, sowie ein Jahresruhegeld von 8.000,-€ monatlich. Ich sage nur „Volks-Wagen!“ Springe jetzt lieber ganz schnell in den April!

April 2017

April, April, da kann jeder machen was er will. Das Landgericht Hannover veranlasst ein Gutachten welches Tier mehr stinkt: Kuh oder Pferd. Diese Rindviecher werden von uns bezahlt! Übrigens ist das kein Aprilscherz!

Mai 2017 

Im Wonnemonat gleich die schönste Nachricht zuerst: Helene Fischer wird beim Pokalfinale in Berlin ausgepfiffen. Da sage einer die Fußballfans hätten keinen guten Geschmack!

Am 06. Mai war Anti-Diät-Tag. Nur unsere gewählten Volksvertreter verzichten nicht auf ihre Diäten! Apropos Volksvertreter: Flinten-Uschi, unsere Verteidigungs-Offensive kauft von Krauss-Maffei für 760.000,-€ alte, ausgemusterte Panzer. Sie passen perfekt auf die Halde der restlichen Bundeswehr-Ausstattung. Wann wird Flinten-Uschi endlich ausgemustert? Wohl doch kein wirklicher Wonnemonat.

Juni 2017 

Der Juni könnte auch als März blendend dastehen. Mutti muss für die rechtswidrige Brennelemente-Steuer Milliarden nachzahlen. Was heißt Mutti? Wir dürfen zahlen! Bei den ganzen Wendemanövern kann man aber auch schon mal die Übersicht verlieren. Schon der Kölner Konrad Adenauer bekannte ja schon so treffend: „Man kennt sisch und man hülpt sisch!“

Da stimmt es doch beruhigend, dass die Mainzer Uni erforscht hat, dass auch Fruchtfliegen depressiv werden können. Ob die Ehe für alle auch für depressive Fruchtfliegen gilt ist nicht hinreichend geklärt.

Halbzeit.

Juli 2017 

In Hamburg reitet die anonyme Kravallerie Attacken auf das Recht der Unversehrtheit der Bürger, von Hab und Gut. Schuld sind wieder die Anderen!

In Deutschland gibt es wieder mehr Taufen. Welche Konfessionen dabei gut abschneiden sei dahin gestellt. In Äthiopien sind selbst die Taufbrunnen versiegt.

Am 22. und 23. finden die deutschen Meisterschaften im Murmeln statt. Quasi das Bowl für Kleineinleger. Oder Bosseln für Muschelschubser.

In der Schweiz wird der Kettensägen-Attentäter festgenommen. Mit zwei Armbrüsten. Was bitte sind Arm-Brüste?

Vollhorst will das Diesel-Problem mit staatlichem, stattlichem Sponsoring lösen. Super Idee mit E-10 Zusätzen. Der macht jetzt schon beim Tanken Fehler.

Arminia Bielefeld ist Tabellenzweiter der zweiten Liga! Was für ein Team!

Der Selfi-Stick ist out. Drohnies sind on air.

Die Grünen Landtagsabgeordnete Elke Twesten wechselt zur CDU. Über die Ablösesumme wurde Stillschweigen vereinbart. Sicher gepolstert war der dagegen ihr Landtagssitz.

August 2017

Armina ist immer noch Tabellenzweiter. Was für ein Traum! Ist der Wechsel von Neymar ein Trans-fair? Unser Bobbele bekommt beim DTB sein Gnadenbrot. Als „Head of Mens Tennis“. Oder schreibt man den Titel treffender „Head off“? Ansonsten gähnt das Sommerloch. Auch der Rückblicker hat Urlaub.

September 2017

Der Monat beginnt gleich mit dem „Tag des Zebrastreifens“. Besser hätte es doch nun wirklich nicht laufen können.

Die Bundestagswahl allerdings bereitet uns schon im September eine schöne Bescherung. Die Volksparteien haben ihr Volk aus den Augen verloren. Plötzlich wollen alle nicht mehr in der Mitte stehen, sondern lieber ganz rechts. Selbstverständlich sind grundgesetzlich die Anderen schuld. Mutti entsorgt Schäuble artgerecht damit ggf. Lindner die Kasse plündern kann.

Oktober 2017

Wie Romeo und Julia werfen sich die Kollaborateure für Jamaika ihre roten Linien um die Ohren. Wer will auf welchem Ministersessel furzen? Söder spielt zur Reise nach Jerusalem für Vollhorst auf.

November 2017

Das Trampel aus dem Weißen Haus will das Raumfahrtprogramm aktivieren. Millionen fordern ihn als ersten und letzten Passagier: Amerika first.

Die Feuerzeug-Lobby will den Tag des Streichholzes am 27. streichen. Ein erbitterter Streit flammt auf.

Jamaika ist dem Untergang gewidmet. Schulz mit lustig. Nationale Verantwortung soll die Ver-Handlung kitten. Mutti gesteht, dass sie sich noch einmal opfern will. Mit Opfer zum Sieg!

Dezember 2017

Parteitag der CSU in Nürnberg, ein Hochamt der Lügen. Erzfeinde gebärden sich als innigste Freunde. Ein Trauerspiel auf allerhöchstem Niveau. Auch Mutti darf wieder als Komparsin mitspielen.

Flinten-Uschi lässt Bundeswehr-Piloten auf ADAC-Hubschraubern ausbilden, weil die eigenen nicht alle fliegen. Warum bilden sie dann eigentlich überhaupt aus? Auch alle Großraum-Transportflugzeuge stehen flugunfähig, mit hängenden Flügeln im Hangar.

Alice Schwartzer wird 75. Es ist ruhig geworden um die tapfere Kämpferin der Gleichberechtigung. Auch sie wollte einmal mannhaft Steuern hinterziehen. Erst kein Glück in der Liebe und dann kam auch noch Pech im Spiel dazu. In diesem Zusammenhang – Beate Uhse ist impotent. Welch Schlag unter die Gürtellinie!

Also dann: Auf ein Neues!

Ach ja, Arminia beendet das Jahr auf Tabellenplatz neun. Ordentlich!

1 Kommentar

  1. Hans 2

    Lieber Armin ,

    da ist Dir ja eine gar treffliche Expertise gelungen …
    Du weißt ja :
    „Eine Expertise ist die objektive Niederschrift einer subjektiven Meinung.“
    Mach weiter so …

    Auch wir möchten uns mit dem alten bayrischen Spruch im alten Jahr verabschieden :
    „Aus is und gar is und schod is das wahr is“

    Und wünschen Euch beiden und allen anderen Mitlesern
    „Ein gutes neues Jahr 2018“

    Viele Grüße

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