scharfsinnig - unsinnig - kurzweilig

Monat: August 2025

Sylt: Sonne + Strand satt!

Reisen bildet! Sagt der Volksmund. Und das kann ich nur bestätigen. Obwohl ich nun schon x-fach von unserem Sylt-Urlaub berichtet habe, stelle ich dieses Jahr die Reportage unter das Motto: „Reisen bildet“ und betrachte meinen Aufenthalt als ernsthafte Milieu Studie. Mit wirklich sensationellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Die erste Erfahrung mussten wir bereits, am eigenen Leibe, für den Transfer zur Inseln sammeln. Erstmals seit X Jahren haben wir den Autozug der Deutschen Bahn gewählt. Bisher vertrauten wir dem privaten Anbieter, den „Blauen“ unsere Überfahrt an. Ein fataler Fehler, der aber auch alle Vorurteile gegenüber der DB bestätigte. Während die „Blauen“ drei Züge vor unserem über den Deich brachten, mussten wir, sage und schreibe, über drei Stunden stehen, bis endlich ein Zug einsatzfähig war. Ich habe in der erzwungenen Wartezeit eine konspirative Terrorgruppe gebildet, die notfalls auch nicht vor Gewalttaten zurückschrecken würde!

Sylt ist, wie ihr sicher vermutet, ein ganz spezielles Terrain für ganz spezielle Milieustudien. So kristallisierte sich besonders unter den Erwachsenen eine eklatante Leseschwäche heraus. Die absolut meisten Schilder weisen darauf hin, dass Hunde generell an der Leine zu führen sind! So kann man sich irren! Die Vermutung, dass es durch den Trend zum Zweithund, an Leinen mangeln könnte, hat sich absolut nicht bestätigt.

Bei den aktuell beliebten Hunderassen rangieren nicht mehr die Pudel auf Platz eins. Mischlinge sind in! Nein, keine geretteten Straßenköter aus Rumänien, sondern in voller Absicht gezüchtete Abarten, wie z.B. Pinscher + Boxer oder Spitz + Stumpf oder Mops + Windhund oder Schweinhund + Steuersünder.

Die Abartigkeiten bei den Vierbeinern sind eine Erscheinung, wie sich die breite Masse im Herdentrieb steuern lässt. Eine weitere musste ich bei den Namen der lieben Kleinen registrieren. Im benachbarten Strandkorb bestraften die Helikopter Eltern ihren Sprössling (weiblich) mit dem Vornamen: „Appolonia“! Ob es über eine App bestellt wurde, oder im Rausch durch Apollinaris oder Aperol Spritz gezeugt wurde, ließ sich nicht näher in Erfahrung bringen. Der Anstand verbot es mir weitere gezielte Recherchen anzustellen.

Nach den Studien der Hunderassen und Kindernamen habe ich mich intensiv der Mode zugewandt. Wie gewandet sich die Sylter Urlauberschaft?  Die über einen längeren Zeitraum bevorzugten luftigen Kleidchen mit „Delfter Kachel-Print“ sind sowas von Old Fashion! Und selbst das Großwilddekor ist out. Ganz einfach daran zu erkennen, dass an den Sale-Ständer die Raubtierrabattschlacht ausufert. Aber auch „natürliche“ Gründe sprachen gegen diesen Trend. So, mangelte es beim Giraffenhals-Motiv an der nötigen Länge der Kleidungsstücke. Auch der Zebrastreifen-Look ist in Windeseile von den Shoppingmeilen verschwunden. Nachdem etliche Passantinnen beim Überqueren der Straße unter die Räder gekommen sind.

Die selbstoptimierte Frau trägt 2025 Spitze! Also Kleidungsstücke, die aussehen wie Omas Gardinen, die in stylischem Erscheinungsbild mit der Schrankwand „Eiche rustikal“ in „Gelsenkirchener Barock“ harmonieren! Man muss sich diese Kleidung vorstellen als verschieden großen Löchern mit gehäkelten Applikationen drumherum. Abgekupfert bei sogenannter „Brüsseler Spitze“. Als Faustformel für das Preisgefüge gilt: Je mehr und größer die Löcher, desto höher der Preis. Ok, auch das Material ist nicht zu vernachlässigen. Die Möchtegernvarianten sind auf Kunstfasertüll gedruckte topflappenmäßige Bordüren. In jedem Fall bleibt es eine Geschmacksfrage, denn auch nicht jede betuchte Trägerin entspricht den bürgerlichen ästhetischen Grundsätzen des menschlichem Zusammenseins. Und so trampeln die geschmackslosen Trendopfer durch die Fußgängerzonen.

Ach ja, fasst hätte ich vergessen zu erwähnen, dass die Berufstöchter ihre Lippen gerne optimieren. Auf Sylt nimmt man sich die roten Rettungs-Schlauchboote der Bay Watcher als löbliches Vorbild.

Harmlos dagegen präsentiert sich die Männerwelt. Sie sind nicht ganz so simpel gestrickt, was die Modeaffinität angeht. Langärmelige, hellblaue Hemden und / oder Kaschmirpullover prägen das Standard Outfit. Variantenreich ist lediglich die Pracht der  Haupthaare. Undercut oder kahl oder, sehr gerne gegelt und straight nach hinten gekämmt. Bei den Silberrücken mitunter auch hinten länger, mit smarter Kräuselung am Hemdkragen. Im Zentrum mittig mit ansatzweise lichten Hainen. Soweit, so gut.

Schaun wir mal, was sich 2026 auf Sylt Neues ergibt. Ich werde berichten!

MRB Juli 2025

Eine alte ostfriesische Weisheit sagt, dass es besser ist am Valentinstag verliebt zu sein, als am Totensonntag tot!

Es geht heiß her, zum Start in die zweite Jahreshälfte! Indoor ist angesagt. Wir transpirieren so vor uns hin.

Sch(m)erz lass nach! Wegen seit Jahren akuter Hüft- und Knieproblemen kann Martin Winterkorn bei Gericht zum Prozess nicht an-treten. 700.000,- € Ruhegeld / Jahr und eine satte Abfindung von 9,3 Mio. helfen ihm den Schmerz zu lindern!

Wenn wir schon bei Angeklagten sind: warum kann der Schuhbeck in einer Münchner Wohnung für 4.800,- € Monatsmiete wohnen? Ich dachte der sitzt bei freier Kost und Logie?

Ich finde es toll, dass die Deppen, die den Oberdeppen in Übersee gewählt haben, jetzt seine Schulden und seine persönlichen Profite begleichen müssen. Recht so! Weiter so! Finale Grande!

Sätze, die mit „Immer mehr…“ beginnen, kündigen selten etwas Positives an. So auch die neuste Studie, dass sich immer mehr Jugendliche einsam fühlen. Mein psychologischer Rat: Hebt doch einfach mal den Kopf, schaltet das Handy aus und sprecht mal wieder mit real existierenden Freunden! Das würde euch sicher viele Likes einbringen!

Die Zeiten ändern sich. Die Sprache auch. Aus Frikadellen werden Burger. Aus Gesprächen Diskurse. Aus dem Strafraum beim Fussball wird die Box. Ja und manche Dinge erleben mehrere Wandlungen im Sprachgebrauch. Z.B. hohe Damenschuhe. Aus Stöckelschuhen wurden Pumps und High Heels.

Der Monatsanfang hat es gleich in sich. Im Missbrauchsprozess gegen das Kölner Bistum gab es einen Freispruch. Das ist eine Schande im doppelten Sinne! Nicht nur das Opfer wurde geschändet, wir sollten auch daran denken, dass wir diese Kinderschänder auch noch mit unseren Steuergeldern bezahlen! Müssen!

Der amtierende Meister im „Zunächst einmal….“ Kommt aus Bayern. Auf jede Frage antwortet er zunächst einmal mit: „Zunächst einmal…“. Wenn man Glück hat, dann erhält man noch eine brauchbare Antwort auf seine Frage. Wenn man Glück hat!

Der Wahnsinn und die Blödheit kennen keine Grenzen mehr! Da schlägt ein Verbrecher und Kriegsverbrecher einen Verbrecher, Lügner, Erpresser und Demagogen für den Friedens-Nobelpreis vor. Wie absurd ist das eigentlich? Mein Glaube an eine aufgeklärte, weiterentwickelte Menschheit ist zutiefst erschüttert!

Dieser Tage hatte ich das zweifelhafte Vergnügen einer Einladung zu einem Event bei Porsche. Ursprünglich galt mein Interesse den unbestritten schönen Sportwagen. Dann holte mich allerdings die Realität brachial ein. Von den ca. 200 Besucher*innen interessierte so gut wie niemanden die zur Schau gestellten Karossen. Sinn der Teilnahme war ganz offensichtlich die zur Schaustellung der eigenen Karosse. Besonders die Chassis der weiblichen Darsteller*innen ließ an stromlinienförmiger Kurvenlage, hochhackigen Pneus, Sonderlackierungen und erweitertem Hubraum keinen Zweifel an kostspieligen, aufwändigen Verschlimmbesserungen. Unter dem Motto: „Alter schützt vor Tuning nicht!“, präsentierten sind die Göttergattinnen in windschlüpfrigen Outfits in Reih und Glied vor den Sekt- und Aperolständen. Die Größe der Designerlogos unterstrich die elitäre Zugehörigkeit einer besonderen Spezies von Mitmenschen. Ja, ich bin`s, ich hab`s, ich kann`s! Ob der IQ im Verhältnis zu den PS mithalten konnte, wurde selbst in der 10er Zone auf dem Betriebsgelände nicht kontrolliert. Ach ja, dass Büfett war dem Selbstoptimierungswahn entsprechend angerichtet! Gebt Gas Leute!

Ganz ehrlich, bei meiner Wahl zum Nacht-Richter hat alles reibungslos geklappt! Einstimmig über alle politischen, akademlichen und ethischen Behürden hinweg. Gut, da war der kleine Jens, der Spähner, auch noch nicht in Amt und Unwürden. Hat sich eigentlich schon einmal jemand intensiv mit dem politischen Skandalen von J.S. beschäftigt? Da reiht sich ja Desaster an Desaster. Eine echt brillante Leistung in so wenigen Jahren so viel Chaos zu hinterlassen. Jetzt wäre es dann in der Tat an der Zeit abzudanken!

Der größte Erpresser aller Zeiten hat den Deal ja ganz großartig eingefädelt. Er liefert die Abwehrraketen und wir sollen sie zahlen. So denken sich das echte Kriegsgewinnler. Rücksichtslos und ohne jeden Skrupel. Einfach nur eine erbärmliche, verachtungswürdige Kreatur, die hoffentlich einen gebührenden Abgang findet!

Warum tragen so viele deutsche Sänger, sogenannte Jammerbarden, eigentlich immer so alberne Hüte? Sind die eine verpflichtende Arbeitskleidung?

Ich brauchte einen ganzen Tag, um zu verdauen, was ich gestern in der Zeitung gelesen habe. Zunächst dachte ich an Fake News, aber dazu waren die Fakten einfach zu absonderlich, um erfunden worden zu sein. Da hat doch ein spanischer Rotzlöffel (ein Supertalent im Fußball) seinen 18ten Geburtstag gefeiert. Soweit, so normal. Zu seinem Fest hat dieser bereits bis in die Haarwurzeln dekadente Schwachkopf junge Mädchen eingeladen, die für ihr Erscheinen Scheckkarte mit einem Guthaben von 20.000,-€ erhalten haben. Darüber hielt sich aber die Aufregung in Grenzen. Brüskiert hat sich die Presse darüber, dass auch vier Kleinwüchsige engagiert wurden, um die dummdreiste Gesellschaft zu bespassen. Wie abgrundtief ist doch dieser Sport mit seinen Exzessen gesunken?

Die dreisten Lügen der Politiker im In- und Ausland haben ein Niveau erreicht, das seismischen Eruptionen gleicht! Geistig tektonische Fake News Platten und krude Hirngespinste verschieben  sich skrupellos, um rechte Verunsicherung zu etablieren, um das Volk weiter zu verblöden. Das Schreckliche ist: es wirkt!

Es geht doch! Weniger Bürokratie für Gastwirte. Na, wenn das nicht die Wirtschaft in Schwung bringt!

Ob der Misere in Baden Würstchenberg, wo über 20 Jahre 1.440 Lehrerstellen unbemerkt unbesetzt geblieben sind, trotz budgetierter Mittel, tagt jetzt im Landtag der Bildungs-Ausschuss. Treffender  hätte die Bezeichnung nicht ausfallen können!

Wenn man auf einem Auge blind ist, dann fehlt einem eine Dimension, der Blick fürs Ganze. Quasi Eindimensional. Das merkt man bei den AfDlern eindrucksvoll plakativ!

Ist der Gipfel der Dekadenz erreicht? Die Verblödung des Volkes hat rasant Fahrt aufgenommen! Da stehen Hunderte von Erwachsenen, mehrere Stunden vor einem neuen Shop Schlange und warten, dass sich die Pforten der untersten Geschmacksstufe öffnen. Nein, nicht um ein neues Smartphone vom angebissenen Apfel als Erste zu ergattern, nein, es geht um ein billiges, abgrundhässliches, Plastikmonster aus China: der, die oder das Labubu. Wo soll das alles noch enden?

So langsam erkennt man die Schleifspuren auf der Tischplatte, über die man Mamma Europa gezogen hat. Unsere Flintenuschi kann man eben nix machen lassen! War doch eigentlich allen bekannt! Oder?

Und wenn wir schon bei den politischen Tieffliegern sind, der Fliegerich Merz kann ja auch fliegen. Hat sogar seine eigene Maschine. Wird wohl bald, um von dem ganzen innenpolitischen Chaos abzulenken, selber eine Luftbrücke nach Gaza inszenieren! Was für eine kostspielige Luftnummer? Richtet eher das Gegenteil an, was er damit erreichen möchte! Wie eigentlich alles bisher!

Ich möchte, um Gottes Willen, nicht pietät- bzw. empathielos erscheinen. So tragisch der Unfall mit Laura Dahlmeier auch ist, schon vor Jahrzehnten prophezeite Dieter Hildebrand: „der Berg ruft nicht, der Berg kommt selbst!“

Erster Ferientag in BW! Alptraum im Supermarkt! Die lieben Kleinen durften mit! Und noch schlimmer, auch die Männer! Gänge blockiert, plärrende Bälger, genervte Hausfrauen!  Dazwischen dann noch die Bestager! Welcome im Sale-Dschungel!