{"id":88,"date":"2017-03-25T08:20:35","date_gmt":"2017-03-25T08:20:35","guid":{"rendered":"http:\/\/armins-nach-richten.de\/?p=88"},"modified":"2017-03-25T08:20:39","modified_gmt":"2017-03-25T08:20:39","slug":"jahresrueckblick-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/armins-nach-richten.de\/?p=88","title":{"rendered":"Jahresr\u00fcckblick 2016"},"content":{"rendered":"<p><strong>Pr\u00e4ambel\u00a0<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><em>Zwanzigsechszehn war ein ganz typisches Nicht-Priemzahl-Jahre. Siehe folgenden mathematischen Beweis: Die Quersumme von zwanzigsechszehn ist neun, und damit durch drei teilbar. Ergo: Eine Priemzahl! Und selbst die mathematisch nicht dokumentierte Errechnung meiner individuellen Quersumme ergibt das gleiche Resultat: Zwanzig plus sechzehn ist sechsunddrei\u00dfig. Geteilt durch drei ist zw\u00f6lf, wieder geteilt durch drei ist vier. Ergo: Auch eine Priemzahl. So einfach kann Mathe sein! Zwanzigsechzehn war aber auch ein Schaltjahr. Und Schaltjahr ist Kaltjahr! Was gab es sonst noch Erw\u00e4hnenswertes? Die Russen dopen und bomben nach Belieben. Die britische und amerikanische Jugend verschlief ihre Zukunft zu w\u00e4hlen. Das Erwachen war unerwartet hart. Bei der FIFA und UEFA wurde ein Eigentor nach dem anderen geschossen. Gesiegt hat die Raffgier. Mutti macht\u00b4s noch mal. Weitere Rolle r\u00fcckw\u00e4rts f\u00fcr die Maut. Neue CD von den Rolling Stones. Die sind einfach nicht zu stoppen. Bittere \u00dcberraschung: Auch Helden m\u00fcssen sterben. Der fidele Castro. Unter einem T\u00fcrken versteht man eigentlich einen Dummy. Realer Beweis regiert in tausend Zimmern. Aber wenden wir uns nun von den besonders tragischen F\u00e4llen den erfreulicheren zu. Zwanzigsechzehn war nicht nur zum Vergessen.<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Januar <\/strong><\/p>\n<p>Den Reproduktionen hatte man im vergangenen Jahr ordentlich die Fl\u00f6tent\u00f6ne beigebracht. Eltern und Grosseltern konnten stolz auf ihre Nachk\u00f6mmlinge sein. Sie bliesen auf Weihnachtsm\u00e4rkten und Neujahrskonzerten auf Teufel komm raus. Jetzt verschwindet das Hohner \u201eC\u201c Holzblasinstrument\u00a0 mit den acht L\u00f6chern vorerst wieder in ihrem Velour-S\u00e4ckchen. Zur gro\u00dfen Erleichterung aller Tinitussen. Auch die letzten Gl\u00fchweinbuden fanden in unbeheizten Lagerhallen ein trockenes Pl\u00e4tzchen f\u00fcr den Sommerschlaf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Februar <\/strong><\/p>\n<p>Valentinstag. Wie bemerkte Karl Valentin schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts: \u201eFr\u00fcher war die Zukunft aber auch besser.\u201c \u00dcbrigens wurde besagter Freier-Tag von den Niederl\u00e4ndern erfunden, um ihre Treib-H\u00e4user aus zu Lastern.<\/p>\n<p>Allerlei s\u00fc\u00dfe Herzen verlassen die Conchen, werden mit Zellophan umh\u00fcllt, und sind die Schlager an den Kassen. Fasten wurde auf sp\u00e4ter verschoben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>M\u00e4rz <\/strong><\/p>\n<p>Panik in den Verbraucherm\u00e4rkten. Noch immer ist es der Industrie nicht gelungen stapelbare Osterhasen zu entwickeln. Sie blockieren in pappenen Stoppern nach wie vor den Zugang zu den Kassen. G\u00fcldene K\u00fcken rangieren in der Rennerliste auf Rang drei. Knapp nach den gef\u00fcllten Knickebeinen. Eierlik\u00f6r leider abgeschlagen in der Spirituosen-Abteilung. Zum Dauertiefstpreis letzte Niko-L\u00e4use.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>April <\/strong><\/p>\n<p>April, April, da kann jeder machen, was er will. Die Gro\u00dfwetterlage kommt dem mit st\u00fcrmischer Begeisterung nach. Dem trostlosen Einheitsgrau schlagen bunte Rosetten-Aufkleber ein Schnippchen. Von der Prilflasche schwups auf die K\u00fcchenkacheln. Die Prilflasche bleibt in unifarbenem Blau im Hauswirtschaftsraum zur\u00fcck. Beim n\u00e4chsten Gebrauch sch\u00e4umt sie vor Gram.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mai <\/strong><\/p>\n<p>Der Wonnemonat macht seinem Namen alle Ehre. Die S\u00e4fte steigen bis in die letzten Ver\u00e4stelungen von Flora und Fauna. Ableger treiben, B\u00e4ume schlagen aus und die Damenoberbekleidung wird luftiger. Selbst die Triebwagen der Deutschen Bundesbahn bl\u00fchen auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Juni <\/strong><\/p>\n<p>Erste Paletten voll Holzkohle an den Tankstellen lassen die nahende Grillzeit erahnen. Der Rost hat Rost angesetzt. Und eine Schwalbe macht noch keinen Sommer \u2013 sagte der fliegende Holl\u00e4nder, und verwies auf eine m\u00f6gliche leichte Ber\u00fchrung im Sechzehner. Angeblich soll er f\u00fcr den Oskar in der Judorolle vorgeschlagen worden sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Juli <\/strong><\/p>\n<p>Eine Steigerung des Valentinstages wurde am 06.07.2016 begangen: Mit dem \u201eInternationalen Tag des Kusses\u201c. Bei vollem K\u00f6rpereinsatz! Nur wenige Stunden sp\u00e4ter meldete die Welt-Gesundheits-Organisation eine grenzenlose Herpes Epidemie. F\u00fcr den dauerhaften Fortbestand des Face to Face Gedenktages ist ein weltweites Mundschutzgebot erforderlich. Face Book ist zur Speichelung der Daten im Nirwana verpflichtet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>August <\/strong><\/p>\n<p>Auf den Autobahnen stauen sich die Aggressionen auf unz\u00e4hligen Kilometern. Norddeutsche fahren nach S\u00fcden, und umgekehrt. Die Lebensmittel aus der Heimat folgten in K\u00fchlcontainern, damit das Heimweh nicht auch noch den Appetit verdirbt. Kn\u00f6del zu Scholle Finkenwerder Art, Sp\u00e4tzle mit Matjes oder Salzkartoffeln mit Weisswurschd oder Maultaschen. Kulinarische Integration im innerdeutschen Nahverkehr. Weitere Kreationen im Dialog mit D\u00f6ner, Falafe, Kichererbsen und Couscous befinden sich bereits in der Brechphase.<\/p>\n<p>Am Rande: Wird vegane R\u00fcgenwalder M\u00fchlen-Salami wirklich aus veganen M\u00fchlen hergestellt?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>September <\/strong><\/p>\n<p>Start des Oktoberfestes. Tiefe Einblicke in Seidel und Ausschnitte tr\u00fcben, bzw. reizen die Sinne. Wie die schunkelnde Promillemeute stiegen auch die Preise ma\u00dfvoll nach oben. Der Aspirin-Umsatz schnellt ebenfalls empor. Noch nie wurden Verpackungsbeilagen h\u00e4ufiger ignoriert, sowie \u00c4rzte und Apotheker weniger konsultiert. Bereits im September servierte der Okt-Ober.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Oktober <\/strong><\/p>\n<p>Die ersten Bl\u00e4tter werden bunt. Die Bunte hingegen bleibt weiterhin farblos im Bl\u00e4tterwald. Schade um jeden Baum, ach was, um jeden Zweig, der sein schattenspendendes Laubdacht opfern musste. Auf dem Altar der gr\u00f6\u00dften Unwichtigkeiten. Man muss sich fragen, warum der BUND nicht Bunte und ZDF der Tierqu\u00e4lerei bezichtigen. Die armen Bambis in den H\u00e4nden von Nichtsnutzen in unnat\u00fcrlicher Vitrinen-Haltung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>November <\/strong><\/p>\n<p>Im Land der unbegrenzten M\u00f6glichkeiten ist das Unm\u00f6gliche m\u00f6glich geworden. Von grotesk bis peinlich fielen die Bewerber \u00fcber sich her. L\u00fcgen und Unversch\u00e4mtheiten bestimmen das Kopf an Kopf Rennen. Was mag nur in den K\u00f6pfen wohl vorgegangen sein. Ausreichend Platz daf\u00fcr war in beiden H\u00e4uptern ja leider vorhanden. Und bekanntlich hat jedes Volk die Politiker, die es verdient.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dezember <\/strong><\/p>\n<p>Besuch des Weihnachtsmarktes in Offenburg. Der \u00fcberfl\u00fcssigste der heimgesuchten in diesem Jahr. Abgesehen vom Gl\u00fchwein und der sequenziellen Beschneiung der Eisbahn nicht lobenswert. Besonders heraus zu heben sind die Christb\u00e4ume, die die Innenstadt zieren, und an die Laternenpf\u00e4hle gekettet waren. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden! Nie im Leben habe ich windschiefere, h\u00e4sslichere Christb\u00e4ume zu Gesicht bekommen. Wahrscheinlich hat der K\u00e4mmerer seine S\u00e4ckel damit aufbessern k\u00f6nnen. Ich gehe davon aus, dass f\u00fcr die gesamte Charge der missgebildeten Tannen aus veganer Massenbaum-Schonung ein beachtlicher Betrag von der Forstwirtschaft gezahlt wurde!<\/p>\n<p>Die Holzblasinstrumente mit den acht L\u00f6chern verlie\u00dfen ihre Velours\u00e4ckchen. Das Rote Kreuz vermeldet zunehmende Tinitusanf\u00e4lle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Freuen wir uns auf zwanzigsiebzehn. Alles wird gut!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pr\u00e4ambel\u00a0\u00a0 Zwanzigsechszehn war ein ganz typisches Nicht-Priemzahl-Jahre. Siehe folgenden mathematischen Beweis: Die Quersumme von zwanzigsechszehn ist neun, und damit durch drei teilbar. Ergo: Eine Priemzahl! Und selbst die mathematisch nicht dokumentierte Errechnung meiner individuellen Quersumme ergibt das gleiche Resultat: Zwanzig plus sechzehn ist sechsunddrei\u00dfig. Geteilt durch drei ist zw\u00f6lf, wieder geteilt durch drei ist vier. 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