{"id":574,"date":"2019-12-22T10:20:51","date_gmt":"2019-12-22T09:20:51","guid":{"rendered":"http:\/\/armins-nach-richten.de\/?p=574"},"modified":"2019-12-22T10:20:51","modified_gmt":"2019-12-22T09:20:51","slug":"zwickmuehle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/armins-nach-richten.de\/?p=574","title":{"rendered":"Zwickm\u00fchle"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alles Bio, oder was? Diese\nhysterische Frage sei gestattet, seit wir beim Einkauf bewusst konsequent auf\nBio setzen. Ja, gesund ern\u00e4hren, die heimischen Hersteller priorisieren, das\neigene Gewissen beruhigen. Was liegt da n\u00e4her, als bei dem Biobauern seines\nVertrauens zu kaufen, der sein Feder- und Borstenvieh und seine Wiederk\u00e4uer in\nGottes freier Natur grasen, toben und zeugen l\u00e4sst und sie alle vertraulich beim\nVornamen nennt. Gleiches gilt f\u00fcr den Fischer und sin Fru, sowie den Kartoffel-\nund Karottenstreichler. Alles Bio! <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer jetzt glaubt, dass die Welt\nso in Ordnung sei, der irrt gewaltig! Denn wie man`s macht, man macht`s\nverkehrt! Sehe ich da jetzt etwa fragende, erstaunte Blicke? Nun, ich will euch\nein wenig auf die Spr\u00fcnge helfen und ein schlechtes Gewissen einschreiben.\nDenn, das mit dem Bio hat auch seine gar finsteren Schattenseiten! Der Tierwohl-Biobauer\nkuschelt mit seiner Viecherei bergauf im Tal. Gute 20km entfernt, durch diverse\nD\u00f6rfer mit 40er Zonen und an jedem Haus ein beschmiertes Bettlaken \u201eF\u00fcr unsere\nGesundheit, Umgehung sofort!\u201c Oder \u201eL\u00e4rm und Gestank machen uns krank!\u201c\n\u00dcbrigens, die Fischbude ist nur unwesentlich n\u00e4her, nur eben in der Ebene. Aber\ndie Kartoffeln, Karotten und Co. beschaffen wir vor Ort. Und Tomaten sowie\nKr\u00e4uter z\u00fcchten wir nat\u00fcrlich h\u00f6chstpers\u00f6nlich auf der hauseigenen Terrasse. Wenigstens\ndas! <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ok, alle essen weniger Fleisch.\nDer Tierwohl-Biobauer z\u00fcchtet deshalb weniger Vierbeiner, verlangt aber daf\u00fcr h\u00f6here\nPreise. Er will ja schlie\u00dflich \u00fcber die Runden kommen! Ergo, weniger\nRindviecher furzen* auch weniger = saubere \u00d6kobilanz! Allerdings, wie ich ja\nstets bekenne, kutschiere ich mit dem SUV talaufw\u00e4rts. Nur, um gesund zu leben.\nTheoretisch lebe ich also auch l\u00e4nger und kann viel l\u00e4nger talaufw\u00e4rts zum\nBiobauern fahren. Und in die Fischbude selbstverst\u00e4ndlich auch. Also lebe ich gesund\nauf Kosten der allgemeinen \u00d6kobilanz und der Dorfbewohner, die absolut nichts\ndazu k\u00f6nnen, in der Einflugschneise zum Biobauern zu wohnen. Oder? Da soll man\nmal kein schlechtes Gewissen bekommen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">*Ist es nicht merkw\u00fcrdig, dass\nsehr h\u00e4ufig die Schattenseiten eines, wenn auch gut gemeinten Trends, ganz\neinfach ignoriert werden? Darum ist es mir ein inneres Bed\u00fcrfnis dieses\nstillgeschwiegene Thema in die vegane \u00d6ffentlichkeit zu zerren. Zwar liegen mir\nkeine qualitativ seri\u00f6s verwertbaren Erhebungen vor, dennoch! Wie sehr belasten\ndie Fleischeslustverweigerer das Klima durch ihre analen Verpuffungen? Die\nAuswirkungen vom h\u00e4ufigen Genuss der diversen, bl\u00e4henden Kohlarten und\nbesonders der H\u00fclsenfr\u00fcchte werden landl\u00e4ufig nicht nur untersch\u00e4tzt, nein,\nsogar unterschlagen. Ganz abgesehen von den olfaktorischen Belastungen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles Bio, oder was? Diese hysterische Frage sei gestattet, seit wir beim Einkauf bewusst konsequent auf Bio setzen. 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