{"id":516,"date":"2019-05-19T11:53:26","date_gmt":"2019-05-19T09:53:26","guid":{"rendered":"http:\/\/armins-nach-richten.de\/?p=516"},"modified":"2019-05-19T11:53:26","modified_gmt":"2019-05-19T09:53:26","slug":"gefuehrte-tour-mit-halbpension","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/armins-nach-richten.de\/?p=516","title":{"rendered":"Gef\u00fchrte Tour mit Halbpension"},"content":{"rendered":"\n<p>Mit gemeinsamen Terminen von\nRentnern ist das bekanntlich so eine Sache. Um vier Personen unter eine Hut zu\nbekommen, k\u00f6nnen durchaus ein paar Monate vergehen. So auch in beschriebenem\nFall. Tief in den Analen schlummerten vage Erinnerungen an eine mehrt\u00e4gige\nWanderung \u00fcber die Pfingstfeiertage entlang der Route de Cretes im Elsass. Hier\nsollte ein Revival stattfinden \u2013 allerdings auf nur einen Tag begrenzt. Und so\nbuchten wir, ganz spontan, eine gef\u00fchrte Tour mit Halbpension bei Bekannten,\ndie uns in punkto Wanderungen diverse Etappen voraus waren.<\/p>\n\n\n\n<p>P\u00fcnktlich um 08:30 Uhr stand\ndas Taxi vor unserer T\u00fcr. Voll freudiger Erwartungen startete die Gruppe in\nRichtung Lac Blanc, den die Tourguides als Ausgangspunkt erkoren hatten. Nach\nca.1,5 Std. parkte der Shuttle am Ufer des Sees in 954m H\u00f6he \u00fcber n.N.. Ohne\nR\u00fccksicht auf das Alter ging es steil bergauf, im wahrsten Sinne des Wortes\n\u00fcber Stock und Stein. Exakter \u00fcber Wurzel und Fels. Der Aufstieg konnte gerade\nnoch ohne Steigeisen, Seilschaften und Sauerstoffmasken bew\u00e4ltigt werden. Und\nschon nach wenigen H\u00f6henmetern machte sich die Zwiebeltechnik der Sportkleidung\nbezahlt \u2013 wir entledigten uns der obersten \u201eSchalen\u201c und der\nFl\u00fcssigkeitsverlust musste erstmals an einem sicheren Standort ausgeglichen\nwerden. W\u00e4hrend sich \u00be der Gruppe an dem herrlichen Panoramablick erfreute,\nrang ich mit den Schauerwellen der H\u00f6henangst, die wie Ameisenhorden meinen\nK\u00f6rper hoch und runter marschierten. Neben den Schwei\u00dftropfen im R\u00fcckenbereich,\nunter dem Rucksack, gesellten sich Panikschweisstropfen auf der Stirn hinzu. Den\nBlick starr und konzentriert nach oben gerichtet hangelten wir uns bis in\nschwindelnde H\u00f6hen auf ca. 1.300m \u00fcber n.N..<\/p>\n\n\n\n<p>Oberhalb der Baumgrenze\nkonnte ich dann erleichtert durchatmen und den Blick \u00fcber Landschaft und Flora\nbefreit schweifen lassen. Der frische Wind zwang uns zur\u00fcck in die abgelegte\n\u201eSchale\u201c und der Guide barg sein Haupt sogar unter einer Strickm\u00fctze. Ich verga\u00df\nzu erw\u00e4hnen, dass wir nat\u00fcrlich auch etliche Schneefelder zu \u00fcberwinden hatten,\ndie wir jedoch routiniert, souver\u00e4n meisterten. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Mittagssonne hatte\nbereits hinter den Wolken den Zenit \u00fcberschritten, als wir im Windschatten\neiniger ungeordnet herumliegender Felsbl\u00f6cke der Halbpension fr\u00f6nten. Nachdem\ndie K\u00f6chin und Guidin (oder wie ist die weibliche Form von Guide?) den Tisch\ngedeckt hatte, lie\u00dfen wir uns Fleischpflanzerln mit Dijonsenf, K\u00e4se und\nfrisches, vorz\u00fcgliches Baguette munden. Dieses hatten wir auf der Fahrt, einen\nkleinen Umweg in Kauf nehmend, in einem armseligen Dorf erworben. Es hatte sich\njedoch gelohnt, denn das Backwerk war im wahrsten Sinne des Wortes \u201eausgezeichnet\u201c!<\/p>\n\n\n\n<p>Etwa 2\/3 der Tour lag noch\nvor uns, als wir uns wieder auf die Socken machten. Es folgten Aufstiege und\nAbstiege, steinige Passagen und Anh\u00e4ufungen von Felsbl\u00f6cken, die wir zu\n\u00fcberwinden hatten. Schlie\u00dflich lie\u00dfen wir den Lac Vert rechts liegen und erblickten\nin der Tiefe den Lac des Truites mit der Ferme Ou du Forlett. Sogleich spulte\nbei mir das Kopfkino einen bekannten Film ab, denn exakt diese Ferme hatten\nSchorschi und ich im Herbst vergangenen Jahres als Ziel einer Zweiertour. Den\nrunden, langen Abgang des Grauburgunders hatte ich noch auf der Zunge und so\nwar die Frage nach dem Getr\u00e4nk gleich gekl\u00e4rt. Ohne ausf\u00fchrliches Studium der\nKarte. <\/p>\n\n\n\n<p>Die letzte Etappe f\u00fchrte uns\nzun\u00e4chst vorbei an Almwiesen (ohne Rindviecher) mit bl\u00fchenden Veilchen in kr\u00e4ftigem\nBlau, knalligem Gelb und sowohl als auch. Wir w\u00e4hnten uns schon auf gem\u00fctlichem\nHeimweg, als uns rund um den Lac Noir erneut Felsen, Ger\u00f6ll und gr\u00f6\u00dfere Gruppen\neifriger Wanderer in die Quere kamen. Schlie\u00dflich tasteten wir uns den finalen\nsteilen Abstieg zu den Ufern des Lac Blanc hinab. Eine anstrengende aber\nwundersch\u00f6ne, gef\u00fchrte Tour mit Halbpension war vollbracht. An dieser Stelle\neinen ganz herzlichen Dank an Guide und Guidin, in Personalunion mit K\u00f6chin,\nsowie an die Sherpas, die sich mit Getr\u00e4nken und Fleischpflanzerln, etc.\nabschleppen durften!<\/p>\n\n\n\n<p>Die Heimfahrt verlief\neigentlich z\u00fcgig und ordentlich, bis auf einige unausweichliche Schlagl\u00f6cher,\ndie dem R\u00fccken nicht so wohltaten. <\/p>\n\n\n\n<p>Summery: Gesamtstrecke 19km,\n29.481 Schritte, 161 Etagen (3m = 1 Etage!), h\u00f6chster Punkt 1.302m \u00fcber n.N.,\nGesamtzeit 6,21 Std. (abz\u00fcglich Pausen).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit gemeinsamen Terminen von Rentnern ist das bekanntlich so eine Sache. Um vier Personen unter eine Hut zu bekommen, k\u00f6nnen durchaus ein paar Monate vergehen. So auch in beschriebenem Fall. 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