{"id":432,"date":"2018-08-16T11:43:44","date_gmt":"2018-08-16T09:43:44","guid":{"rendered":"http:\/\/armins-nach-richten.de\/?p=432"},"modified":"2018-08-16T11:43:48","modified_gmt":"2018-08-16T09:43:48","slug":"dienstag-ruhetag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/armins-nach-richten.de\/?p=432","title":{"rendered":"Dienstag Ruhetag"},"content":{"rendered":"<p>Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben! Und, Herr Google wei\u00df doch nicht alles! Aber beginnen wir von vorn: Angesagt war eine kurze Wanderung (max. \u00bd Std.), mit Einkehrschwung inklusive Vesper nebst geordnetem R\u00fcckmarsch. Um es kurz zu machen \u2013 schon der Anmarsch verz\u00f6gerte sich, da 1\/3 der eifrigen Wandersleute keinen verbindlichen Entschluss \u00fcber das Schuhwerk fassen konnte. Die Aussagen der Ortskundigen zur Dauer der kurzen Wanderung pendelte inzwischen zwischen \u00bd Std. und 1 \u00bd Std. Bei den 1 \u00bd Std., so stellte sich im Laufe des Hin und\u00a0 Hers heraus, handelte es sich bei der Zeiterfassung um einen R\u00fcckmarsch bei Dunkelheit bei meteorologischer Mondfinsternis, bei dem auch der Genuss von Alkohol eine ganz entscheidende Rolle gespielt haben muss. Die aus Sicherheitsgr\u00fcnden gebildete Menschenkette* f\u00fchrte u.a. nicht nur in die Irre sondern auch in achtlos herumstehende Gebiete mit undurchdringlicher, naturblasserer Wildnis. Spontan aber \u00fcberlebenswichtig entz\u00fcndete Tempotaschent\u00fccher, von denen man sich flutlichtartige Ausleuchtung des Weges versprach, best\u00e4tigten die hoffnungslose Lage.<\/p>\n<p><strong><em>*<\/em><\/strong><em>Die Menschenkette fand dieses Mal ausnahmsweise nicht zur Demo gegen z.B. die Atomkraft statt!<\/em><\/p>\n<p>Weiter im Text. Das Eindrittel entschied sich schlie\u00dflich f\u00fcr feste Wanderschuhe. Hatte man doch schon negative Erfahrungen gesammelt, ob zu leichtem Gehwerkzeug. Bis sich der Tross in Bewegung setzte nahmen die 1 \u00bd Std. dann doch eher Kontur an. Alle freuten sich auf ein k\u00fchles Bierchen und eine z\u00fcnftige Vesper auf der Terrasse des Martinsteinhiesli.<\/p>\n<p>Der Weg war klassisch und ordentlich ausgezeichnet. Gelegentliche Diskussionen \u00fcber den Verlauf der Route wurden durch die m\u00e4nnlichen Voten demokratisch \u00fcberstimmt. Zur Debatte stand auch der Pionierweg. Aber wer wollte schon Neuland entdecken? Wir erwogen den R\u00fcckmarsch auszukundschaften. Das \u00a0Ziel bereits vor Augen vernahmen wir anstelle Ger\u00e4usche von Gemurmel und Besteckklappern lediglich das Kreischen einer Flex. Platz war, an diesem Dienstag, reichlich. Um es genauer zu sagen: Wir waren die einzigen durstigen und hungrigen Ausfl\u00fcgler. Neben der T\u00fcr l\u00fcmmelte ein Hinweisschild: \u201eAb 18:00Uhr ge\u00f6ffnet\u201c und ein weiteres \u201eEingang um die Ecke\u201c. Es war 18:00Uhr jedoch der Eingang \u00f6ffnete sich nicht. Weder der vorne, noch der um die Ecke! Verw\u00fcnschungen und Beschw\u00f6rungen verhallten im Wald zur Happy Hour Stunde. Der Organisator verwies auf das Wissen eines gewissen Herrn Google, der die \u00d6ffnung ab 11.00Uhr weissagte. Er verschwieg allerdings, das montags und dienstags generell Ruhetage seien.<\/p>\n<p>Der gern genommene Vorteil einer R\u00fcckkehr bei Tageslicht, und die damit verbundene Vermeidung eines Verlaufens in der Wildnis, sowie das Abfackeln von Tempotaschent\u00fcchern, wurden dankbar gesch\u00e4tzt. Das Erleuchten mittels offenen Feuers war bei der wochenlangen D\u00fcrre ohnehin fragw\u00fcrdig und weniger ratsam. Galt es nur noch die H\u00fcrde des Pionierweges zu umschiffen. Da nach wie vor Uneinigkeit herrschte, fiel die Entscheidung auf der sicheren Seite der kurzen Wanderung mit Einkehrschwung zu bleiben.<\/p>\n<p>Der Montag sowie Dienstag entpuppte sich schlie\u00dflich als von Ortenauer Gastronomen gerne genommener Ruhetage. So entwickelte sich neben dem Hin und Her der Schuhwahl auch die Wahl der Lokalit\u00e4t zur lebhaften Begleiterin auf der Durststrecke. Die, im Gegensatz zum Hinweg, recht lang und steil bergauf verlief. Verlaufen haben wir uns \u00fcbrigens nicht. Nicht nur mangels der erhofften Bierchen.<\/p>\n<p>Was vor dem Abmarsch eine gewisse Verz\u00f6gerung mit sich brachte, sollte sich bei der R\u00fcckankunft wiederholen. Allerdings nicht ohne auf einen absoluten Fauxpas hinzuweisen, in Form von grauen Socken in Sandalen! Es gelang uns f\u00fcnf Imageberatern den Tr\u00e4ger des Gehteigentlichgarnicht davon zu \u00fcberzeugen, auf die grauen Socken zu verzichten. Dieser versuchte standhaft mit dem Hinweis auf eine m\u00f6gliche Blasenentz\u00fcndung zu kontern. Erfolglos! Im Biergarten verzichtete er dann sogar auf ein gestauchtes Bier! Auch hier bestand latente sowie akute Gefahr einer schmerzhaften Blasenentz\u00fcndung! Ob diese auch ohne die prophylaktische Einnahme von Medikamenten abgewendet werden konnte, ist bisher nicht recherchiert worden. Der m\u00f6glicherweise Gepeinigte m\u00f6ge es mir nachsehen.<\/p>\n<p>Zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis an den Organisator: Die freiwillige \u00dcbernahme der ersten Runde haben wir nicht nur genossen, sondern auch gerne genommen. Wir erkennen sein schlechtes Gewissen durchaus an, nehmen aber die Ablassung als gelungen entgegen. Es sei ihm verziehen! Evtl. kann die Rechnung ja bei Herrn Google geltend gemacht werden?!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben! Und, Herr Google wei\u00df doch nicht alles! Aber beginnen wir von vorn: Angesagt war eine kurze Wanderung (max. \u00bd Std.), mit Einkehrschwung inklusive Vesper nebst geordnetem R\u00fcckmarsch. 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