{"id":500,"date":"2019-02-28T17:16:54","date_gmt":"2019-02-28T16:16:54","guid":{"rendered":"http:\/\/armins-nach-richten.de\/?p=500"},"modified":"2019-02-28T17:16:54","modified_gmt":"2019-02-28T16:16:54","slug":"saisonstart-2019","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/armins-nach-richten.de\/?p=500","title":{"rendered":"Saisonstart 2019"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Lenz als Solches.\n\u00dcberall gr\u00fcnt und bl\u00fcht es, die blauen B\u00e4nder flattern wieder, die Pappnasen\nmachen sich zum Narren, es weht ein laues L\u00fcftchen, die Bl\u00fcschen werden\nluftiger und die R\u00f6ckchen k\u00fcrzer. Pollen schwirren unbeirrt durch die L\u00fcfte,\nauf der Suche nach empfangsbereiten Schleimh\u00e4uten. Fr\u00fchlingsgef\u00fchle \u00fcbermannen\nnicht nur M\u00e4nner. Die Bauern spannen ihre R\u00f6sser an und die Hamster greifen\nwieder ins Rad. Auch wir, will hei\u00dfen, Schorschi, mein kongenialer Routenplaner\nund Navigator und eben ich steigen auf unsere Stahlr\u00f6sser,&nbsp; um der aufkeimenden Kraft die Spitze zu\nnehmen. Soviel zu der emotionalen Gro\u00dfwetterlage, denn es ist erst Ende Februar\nund die B\u00e4ume verschwenden noch keinen Gedanken daran auszuschlagen. Dennoch ist\ndie 2019er Jungfernfahrt kurzerhand geplant und konsequent durchgezogen. Die Wetterfr\u00f6sche\nschw\u00f6ren bereits wieder jahreszeiten\u00fcbliche Tiefzonen herauf.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist eigentlich das Gegenteil von \u201eJungfernfahrt\u201c? Logisch analysiert m\u00fcsste es doch \u201eAltnahfahrt\u201c betitelt werden. Oder? Ich frage deshalb, weil die Tour gleich beides war. Jungfernfahrt, weil die erste in 2019, und Altnahfahrt die letzte mit meinem treuen Weggef\u00e4hrten. Nein, nicht die mit Schorschi, sondern nat\u00fcrlich die mit meinem altgedienten M*-Bike. Tja, ihr habt richtig gelesen, in wenigen Tagen, nach den prophezeiten Tiefs, werden meine durchtrainierten Muskeln durch E unterst\u00fctzt. So weit, so gut. <\/p>\n\n\n\n<p>*<em>M &#8211; steht f\u00fcr physikalisch\nmuskelbetrieben! <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Tour war fix erkoren. Ohne\njedes Risiko zum Saisonstart w\u00e4hlten wir eine altbekannte Route \u2013 Renchtal \u2013\nBiergarten beim Bauh\u00f6fer \u2013 Eisbude in Appenweier \u2013 und gut ist. Gesagt, getan. Jeglicher\nStaumeldungen zum Trotz trafen wir uns p\u00fcnktlich bei Schorschi. Er hatte es ja\nnicht ganz so weit, quasi gerade einmal um die Ecke. Auf der To-Drive-Liste\nstand als allererstes Etappenziel der Bahnhof in Appenweier. Von dort mit dem\nRegio-Express (den reiferen Alphabeten besser als Bummelzug gel\u00e4ufig!) nach Bad\nPeterstal und per Velo retour, wie zuvor beschrieben. In Appenweier wartete\nbereits der Fahrschein-Automat mies gelaunt auf uns. Er wollte kurzfristig\nseinen Dienst quittieren, als er uns in pr\u00e4chtigster Fr\u00fchlingslaune auf den\nBahnsteig einbiegen sah. Hatte er doch noch unsere verzweifelten Versuche von\ndamals auf der Saldoseite seiner Festplatte gespeichert. Doch allen Unkenrufen\nzum Trotz zaubern wir in Teamarbeit bereits nach dem dritten Anlauf die\nersehnten Tickets aus dem digital empatielosen Automaten. <\/p>\n\n\n\n<p>Im krassen Gegensatz zu uns,\ndie Bahn war unp\u00fcnktlich. Auch wenn es sich nur um Minuten handelte. Mit Sack\nund Rad enterten wir den letzten Wagon. An den W\u00e4nden, neben Sicherheitsanweisungen\nund graphischer Strecken\u00fcbersicht, prangten Fotos von uns unter dem Bahn-Logo: <strong>DB<\/strong> = <strong>D<\/strong>ie <strong>B<\/strong>eiden vertrauten\nsich uns an! Mit Original-Unterschriften, die allerdings schon etwas verblasst\nwaren. Um dem ganzen Fantrubel zu umgehen w\u00e4hlten wir nicht, wie derzeit bei\nder ersten Erkundungsfahrt, als Zielbahnhof Oppenau. Nein, geschickter Weise\nfuhren wir direkt durch bis Bad Peterstal. Beim passieren der wartenden\nOppenauer Fangemeinde registrierten wir allerdings, wie sich sehnsuchtsvolle Freude\nin ern\u00fcchternde Entt\u00e4uschung wandelte. Au\u00dfer von einigen weiblichen\nMitreisenden blieben wir von stundenlangen Autogramm-W\u00fcnschen verschont. Wir wollten\nden unbeschreiblich sch\u00f6nen Tag ohne Signaturen erleben. Die Sonne strahlte mit\nganzer Kraft. Obwohl Vorsicht geboten war, schlie\u00dflich herrschte n\u00e4chtens noch\nder Bofrost und Eismann.<\/p>\n\n\n\n<p>Als ob es uns die\nentt\u00e4uschten Fans h\u00e4tten heimzahlen wollen, der Weg zur\u00fcck nach Oppenau war\nunserer nicht w\u00fcrdig! Aus Respekt vor dem Peterstaler Sprudel m\u00f6chte ich auf\npeinliche Details verzichten. Es, das Mineralwasser konnte schlie\u00dflich nichts\nf\u00fcr ein mangelndes Radnetz. Gespickt mit steilen Anstiegen und l\u00e4cherlich pr\u00e4parierten\nWaldwegen, bahnte sich eine unvorhersehbare Pannenserie an. Ich m\u00f6chte\nvorwegschicken, dass sowohl meine Muskelkraft, als auch mein mechanisches\nGetriebe reibungslos funktionierte. Der aufmerksame Alphabet sowie Mathematiker\nwird sofort erkennen, wer und was derart vom Schicksal heimgesucht wurde. In Persona\nwar es Schorschi, de facto seine Thermoskanne*. Wen jetzt Unwissenheitsfalten die\nStirn zerfurchen, dem sei geraten, entweder meinen Bericht: \u201eMcPomm\u201c aufmerksam\nzu studieren, oder das Kleingedruckte unten auf der Seite.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurz und gut kann man es so\nbeschreiben: die Thermoskanne, genauer gesagt deren Funktionsleuchten,\nfackelten ein Farbenspiel ab, bei dem jede Geisterbahn ihren Geist aufgegeben h\u00e4tte.\nEs w\u00e4re wohl nicht so schlimm gewesen, wenn sich nicht das Blau als penetrant\nerwiesen h\u00e4tte, was unzweifelhaft mit einem elektronischen Fehlverhalten\ndokumentiert war. Allein die Farbe w\u00e4re nicht weiter schlimm gewesen \u2013 es war die\ndamit einhergehende sofortige Einstellung der E-Schubkraft, die letzte k\u00f6rperliche\nReserven aus dem St\u00e4hlernen herauspressten. Was folgte? Richtig: erzwungene\nPausen im Rhythmus der Farbwechsel: Gr\u00fcn, Rot, Orange, Gelb und eben Blau! In 40\nSekunden sollte, lt.Bedienungsanleitung, ein Reset erfolgt sein, die\nFehlfunktion behoben. Und so stoppten und goten wir, wie auf der A5, zum\nBiergarten, weiter zur Eisbude und schlie\u00dflich heim ins Reich. Dennoch, es war\nein sch\u00f6ner Tag. F\u00fcr \u00dcbermorgen ist die R\u00fcckkehr des Winters vorhergesagt. Wandern\nin der Ravennaschlucht ist angedacht. Schaun wir mal.<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammenfassung: 59,76 km \/\n3,23 Std. reine Fahrzeit \/ insgesamt ca. 400 Sek. dr\u00fccken des Resetknopfes \/ Durchschnittsgeschwindigkeit\n18,03 km\/Std. \/ 4 Frikadellen \/ 2 Portionen Kartoffelsalat \/ 4 T\u00fctchen\nmittelscharfer Senf \/ 2 Halbe, sauer gespritzt \/ 7 Kugeln Eis!<\/p>\n\n\n\n<p>*<em>Bei besagter\nThermoskanne handelt es sich um den nachtr\u00e4glich eingebauten E-Antrieb an\nSchorschis Radel. Mit dem erschlich er sich leichte Vorteile mir gegen\u00fcber in\nMcPomm und auf weiteren Tour! Dem habe ich nichts weiter hinzuzuf\u00fcgen.*<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Lenz als Solches. \u00dcberall gr\u00fcnt und bl\u00fcht es, die blauen B\u00e4nder flattern wieder, die Pappnasen machen sich zum Narren, es weht ein laues L\u00fcftchen, die Bl\u00fcschen werden luftiger und die R\u00f6ckchen k\u00fcrzer. Pollen schwirren unbeirrt durch die L\u00fcfte, auf der Suche nach empfangsbereiten Schleimh\u00e4uten. Fr\u00fchlingsgef\u00fchle \u00fcbermannen nicht nur M\u00e4nner. 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