{"id":440,"date":"2018-09-24T17:30:29","date_gmt":"2018-09-24T15:30:29","guid":{"rendered":"http:\/\/armins-nach-richten.de\/?p=440"},"modified":"2018-09-24T17:30:37","modified_gmt":"2018-09-24T15:30:37","slug":"mc-pomm","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/armins-nach-richten.de\/?p=440","title":{"rendered":"Mc Pomm"},"content":{"rendered":"<p>Im Laufe des Jahres wurden viele euphorische Pl\u00e4ne brachial Opfer diverser menschlicher, k\u00f6rperlicher Unw\u00e4gbarkeiten. Was f\u00fcr die ersten lauen Maienn\u00e4chte vorgesehen war, sollte der fr\u00fche Herbst richten. Erstaunlicher Weise fand eine Zustimmung f\u00fcr das auserkorene Ziel, unmittelbar nach dem ersten Vorschlag, das einvernehmliche Votum: Mc Pomm.<\/p>\n<p>Die angedachte Tour, und jeden Tag ein neues Bettchen, wurde j\u00e4h zerst\u00f6rt \u2013 es mangelte an geeigneten Herbergen. Welche Routen auch in Frage kamen, eine unumg\u00e4ngliche Nacht im Freien brachte die Vorfreude rasant zum Einsturz. Auch die Gep\u00e4ckaufnahmekapazit\u00e4t sowie das zul\u00e4ssige Gesamtgewicht durch eine mitzuf\u00fchrende Campingausr\u00fcstung w\u00fcrden an ihre Grenzen sto\u00dfen. Da die Detailplanung sicherheitshalber mir oblag, \u00fcberzeugte die vorgeschlagene Alternative ebenfalls auf Anhieb. Der langen Anreise wegen wurden zwar gelegentlich immer wieder Zweifel angemeldet, jedoch bereits kurz nach dem Andenken im Keim erstickt und vor dem Aussprechen verworfen. Liefen doch seit Jahren die allersch\u00f6nsten Filme in unseren Kopfkinos ab: Mc Pomm, Land unserer Mutti, Land der Rauten, Seen und einer nicht enden wollenden Gegend. Wir konnten bereits am Morgen unsere Ankunft am Abend sehen. Dachten wir, nach ausgiebigem Studium der Atlanten. Wie sich alsbald herausstellen sollte, hat sich die Zweidimensionalit\u00e4t der Karten in der Realit\u00e4t nicht bewahrheitet. Es erhob sich \u00fcberraschend noch eine dritte Dimension. Aber dazu sp\u00e4ter Genaueres.<\/p>\n<p>Der erste tiefe emotionale Niederschlag ereignete sich knapp 14 Tage vor dem Start. Noch bevor die Pneus auch nur einen einzigen Millimeter Profil auf dem Asphalt hingelegt hatten, lie\u00df der Etappenhengst sich einen E-Antrieb nachr\u00fcsten. Nun gut, Schorschi war exakt ein Jahr und zwei Tage \u00e4lter, also musste ich schon auf die pr\u00e4senilen k\u00f6rperlichen und muskul\u00e4ren Defizite R\u00fccksicht nehmen. Sicherheitshalber erw\u00e4ge ich ein Abschleppseil in die Standardausr\u00fcstung aufzunehmen. Man wei\u00df ja nie ob das E-Modul ausreichend geladen ist und ich ihn \u00fcber alle H\u00f6hen und Tiefen durch Mc Pomm schleifen muss. Auch sehe ich mit seinem wei\u00dfen Rad schwarz. Das Design stammt sicher noch aus der G\u00e4nsekielfeder eines gewissen Herrn Drais, es ist nicht wirklich en vogue. Das wird auch durch einen E-Antrieb nicht \u00fcbert\u00fcncht. Der Akku \u00e4hnelt eher einer amorphen Thermosflasche. Deshalb f\u00fcrchte ich auch, dass die durstige Seele \u00f6fter mal den Energieschub versehentlich aus dem Akku, statt der Flasche mit Cerealien zu sich nehmen will.<\/p>\n<p>Schier zur Verzweiflung trieb mich die Frage welches Navi denn zum Einsatz kommen sollte. Die Erfahrungen der diversen Touren hatten Narben hinterlassen. Sowohl Falk, als auch G-Punkt hatten kl\u00e4glich versagt. Ich ignorierte deshalb diese Nachfrage, stellte mich alterstaub und verwies auf die besonders ausgelobten, bestens ausgeschilderten Routen rund um und mitten durch die Seenplatte. Also zwischen den Seen! Tretbootr\u00e4der sollten nicht zum Einsatz kommen.<\/p>\n<p>Nur die engsten Vertrauten waren in unsere Pl\u00e4ne eingeweiht, sodass sich der ganze Medientrubel und die Belagerung durch Fangruppen auf einem \u00fcberschaubaren Level hielten. So hatten wir die erforderliche Ruhe unser Wagnis zielorientiert vorzubereiten. Die Aufregung in den sozialen Netzwerken sollte uns noch fr\u00fch genug einholen. Gegen aktive Anfeuerung entlang des Weges durch euphorisierte Fangruppen und \u2013gruppinnen hatten wir grunds\u00e4tzlich nichts einzuwenden. Die Autogrammstunden regelte unser Tourmanagment. Autogrammkarten waren ausreichend gedruckt, sie zeigen uns in allen m\u00f6glichen sportlichen Posen: Zu Rad, in rasanter Fahrt, auf der Massagebank und an der Bar. Jeweils einzeln, zusammen, sowie im Kreise unseres Teams. Dar\u00fcber hinaus waren an den Zielorten mobile Shops mit den Fanartikeln zu finden. Hier konnten die Treuesten der Treuen massstabsgerechte Nachbildungen unserer Velos in 1:18 \/ 1:24 und eine Limited Edition in Sonderlackierung in\u00a0 Originalgr\u00f6\u00dfe erstehen, inclusive Packtaschen. Dazu jeweils handsignierte Trikots, Helme, gepolsterte Handschuhe mit abgeschnittenen Fingern, Trinkflaschen, Energie-Riegel, Konserven mit Instantnudeln (Kohlehydrate) Brillen mit Lotus-Beschichtung, Flickzeug, Luftpumpen und Ersatz-Schl\u00e4uche, sowie Radklingeln, deren spezieller, eigens komponierter Ton, das Warnsignal, f\u00fcr Ukulele und Triangel im kryptischen Netz herunterzuladen war. Selbstverst\u00e4ndlich auch Panoramakarten der jeweiligen Tagesetappen, ums\u00e4umt mit Livefotos und Studioaufnahmen. Eigens f\u00fcr den Audiobereich wurden CDs gebrannt mit den Laufger\u00e4uschen unserer Reifen auf Asphalt sowie Schotter, dem Rasseln der Ketten auf den Z\u00e4hnen der vorderen und hinteren Kr\u00e4nze, sowie der Schaltger\u00e4usche und gelegentlichem Klingeln. Ohne Frage k\u00f6nnen die vor aufgef\u00fchrten Aufnahmen auch digital herunter geladen werden. Bewegte Bilder sind immer und \u00fcberall auf You Tube zu googlen. Zum Gesamtpaket geh\u00f6rten selbstverst\u00e4ndlich auch alle \u00a0Koordinaten f\u00fcr Google Maps. Auf besonderen Wunsch werden ein Dutzend handverlesene Partikel Bremsstaub vakuumiert und in mundgeblasenen Kristallglasr\u00f6hrchen gef\u00fcllt geliefert. Nat\u00fcrlich mit einer lebenslangen Garantie auf die Unversehrtheit und Haltbarkeit und der Umwelt-Unbedenklichkeitsbescheinigung des Zentralrates der Deutschen Radfahrgemeinden Nonnenweier und Eckartsweier. Bei so einer Expedition durfte eben Nichts dem Zufall \u00fcberlassen werden. Alle und Alles hatte sich nur dem einen Ziel unterzuordnen.<\/p>\n<p>Sekunden vor dem Startschuss war es mucksm\u00e4uschenstill. Eine hypnotische Stille. Eine medusenhafte, angespannte Starre verbreitete eine gespenstische Atmosph\u00e4re. Man h\u00f6rte das Vibrieren der sorgsam zentrierten Stahlspeichen. Doch mitten in den Knall des Startschusses der 45er Magnum l\u00f6ste sie sich in einer ohrenbet\u00e4ubenden Eruption. Aus tausenden Kehlen \u2013 das alles in der N\u00e4he von Kehl. Ein Blick in die Augen der m\u00e4nnlichen Fans signalisiert uns, dass sie Jungfrauen und L\u00e4mmer opfern w\u00fcrden, um uns wenigstens ein paar Kilometer begleiten zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Der Chronist, Organisator und Navigator der Tour de Mc Pomm hatte noch vor dem Start mit technischen Schwierigkeiten zu k\u00e4mpfen. Bei der Inspektion seiner Maschine stellte er \u00fcberraschend fest, dass der Pneu auf der Vorderfelge einen tr\u00fcgerischen, tiefen Riss in der Karkasse aufwies. Es stand zu\u00a0 bef\u00fcrchten, dass das Inlett bei rasanter Fahrt auf holprigem Makadam explosionsartig zerbersten w\u00fcrde. Ein nagelneuer Marathon Race von Schwalbe wurde in Sekundenschnelle fachgerecht montiert. Gerade noch rechtzeitig, bevor die rasante Fahrt Fahrt aufnahm. Getreu dem Motto: Kommt Zeit, kommt Rad.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sonntag, der 16.September 2018\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p>Die Montage des Fahrradst\u00e4nders verlief ohne gro\u00dfe k\u00f6rperliche Blessuren. Die kleinen Ungeschicklichkeiten waren entschuldbar, fehlte doch die Routine h\u00e4ufigerer Exkursionen. Die stundenlange Anreise gestaltete sich als durchaus angenehm. Wir wechselten uns am Steuer ab, nicht so beim Schlafen auf dem Sozius. Zu erw\u00e4hnen ist, dass das erste Eis erst 200 km vor dem Ziel geschlotzt wurde. Da in Berlin zeitgleich der Marathon stattfand, teilte sich das Zuschauerinteresse auf, und wir erreichten weitgehend unbehelligt Waren an der M\u00fcritz. Der erste Eindruck sollte sich im Laufe der Tage best\u00e4tigen: Es gab mehr Radler als Autofahrer und wir waren in Waren und Umland die mit Abstand j\u00fcngsten Aktivisten.<\/p>\n<p>Das Hotel war rasch geortet, die Anmeldung mit Touripass und allem Schickimicki brachten wir unbeschadet hinter uns \u2013 wir konnten unsere Zimmer in der Bel Etage, der Gr\u00fcnen Etage, sofort beziehen. Die Farbe resultierte aus dem kooperierten Designkonzept. Die moosgr\u00fcne, in die Jahre gekommene, Auslegeware war durchwoben mit schwarzen Ranken, an deren Enden sich eine vergilbte Bl\u00fctenpracht \u00fcber Zimmer und die Flur ergoss. Im Parterre schloss sich an das Restaurant ein Wintergarten, daran eine Terrasse an, mit freiem Blick auf die unverbaute Natur des Nationalparks und den hauseigenen Einloch-Golfparkour.<\/p>\n<p>Bei der ersten oberfl\u00e4chlichen Erkundungstour durch Waren entdeckten wir ohne gro\u00dfes Suchen drei Eisbuden. Beruhigend. Nach dem Abendessen im Hafen suchten wir die n\u00e4chstbeste Eisbude spontan heim. Es sollte nicht der letzte Besuch sein.<\/p>\n<p>Als kr\u00f6nender Abschluss des Tages genehmigten wir uns noch ein Gl\u00e4schen Wein im Wintergarten unserer Bleibe und bereiteten die morgige Tour vor. Am ersten Tag favorisierten wir erst einmal eine k\u00fcrzere Tour, daf\u00fcr mit l\u00e4ngeren Pausen. Navi und Navigator offenbarten erste Unzul\u00e4nglichkeiten. Wie sich sp\u00e4ter herausstellte, hatte der Herr \u00fcber die digitalen Routen vergessen das erforderliche, regionale Generalkartenwerk herunterzuladen. Kann ja passieren. Danach klappte die virtuelle Planung zu unserer \u00dcberraschung fast ohne kryptische Wirrungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Montag, der 17.September 2018\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p>An einer Auswahl an Seen, die es zu umzingeln gab, mangelte es wahrlich nicht. Ganz egal in welche Himmelsrichtung wir auch schauten, waren gro\u00dfe und kleine Seen zu sehen. Die Entscheidung fiel auf den K\u00f6lpinsee und Fleesensee mit dem Haupt-Zwischenziel Malchow.<\/p>\n<p>Wenn man so die Karten vor sich liegen sah, wurde einem kaum bewusst, dass die gelben, gr\u00fcnen und blauen Fl\u00e4chen Erhebungen sein k\u00f6nnten. Zumal wir sie in dieser Region auch nicht wirklich erwartet h\u00e4tten. Die Realit\u00e4t belehrte uns eines Anderen. Zus\u00e4tzlich zum einkalkulierten Gegenwind bremsten auch noch etliche langgezogene Steilstrecken unsere flotte Fahrt. W\u00e4hrend sich auf den Abschnitten bergabw\u00e4rts die Hangabtriebskraft positiv bemerkbar machte, konnte ich mit Aerodynamik punkten. Unter anderem bedingt dadurch, dass ich die k\u00f6rper- und muskelbetonte Sportkleidung favorisierte, w\u00e4hrend sich der E-Mobilist hingegen in eher flie\u00dfendem Outfit wandete.<\/p>\n<p>Malchow, ein romantisches St\u00e4dtchen, welches auch in Holland nicht sonderlich unpassend aufgefallen w\u00e4re. Um den Hafen reihten sich Lokale und Caf\u00e9s, Eis- und Fischbuden. Und der absolute H\u00f6hepunkt des Tages: Ein Pommesbuden-Klassiker, wie er klassischer nicht sein konnte. Spontan zog es uns in die Pergola des Etablissements. Currywurst mit Pommes, A-Schorle aus der Flasche. Serviert wurde das Mahl auf bisher nirgends entdeckten Plastiktellern, mit einem Dekor aus den sp\u00e4ten F\u00fcnfzigern. Selbst auf l\u00e4ndlichen Flohm\u00e4rkten h\u00e4tte dieses Equipment den Pokal f\u00fcr das phantasievollste Dekor schlechthin sicher gewonnen.\u00a0 Das Besteck war aus Chromstahl. In perfektem Einklang mit dem Service gesellte sich auch das Publikum. Wir toppten das kulinarische Erlebnis mit einem leckeren Eis. Dabei beobachteten wir, wie der Br\u00fcckenwart den Verkehr zum Stillstand brachte, die Zugbr\u00fccke \u00f6ffnete und den zahlreichen Yachten die Passage in den n\u00e4chsten See erm\u00f6glichte. In der erzwungenen Wartezeit polierte er die Br\u00fcckengel\u00e4nder mit einem handels\u00fcblichen Staubwedel.<\/p>\n<p>Die Currywurst begleitete uns noch den Rest des Tages.<\/p>\n<p>Drei weitere Ereignisse d\u00fcrfen allerdings in dieser Tages-Chronik nicht fehlen. Erstens konnte ich nach der Besichtigung des pr\u00e4chtigen Schlosses von Klink den Sportskameraden nur mit M\u00fche davon abbringen mit einem f\u00fcr beide fremden Rad davonzubrausen. Es w\u00e4re ein schlechter Tausch gewesen. Der Besitzer war kurzfristig nicht zu ermitteln. Zweitens entdeckte der E-Mobilist und Tierfreund t\u00f6nerne Kameraden f\u00fcr ihr j\u00fcngstes und kleinstes Familienmitglied: Bobby. Ich wurde in der Folge mehrfach darauf hingewiesen, dass wir keinesfalls den Erwerb des Objektes vergessen d\u00fcrfen. Es geschah denn auch gleich am dritten Tag. Drittens sah ich es als notwendig an, f\u00fcr mein Rad in eine Lampe zu investieren, da die n\u00e4chtlichen Heimfahrten vom Hafen im Dunkeln mehr Sicherheit f\u00fcr mich und die Passanten versprachen. Bei der Montage der Flutlichtanlage erwies sich schnell, dass doch eher das Kopfwerken meinem Metier entspricht.\u00a0Das Abendmahl nahmen wir auf einer Seeterrasse ein. Von da fuhren wir mit dem Velo zum Hafen, um der inzwischen bekannten Eisbude unseres Vertrauens einen H\u00f6flichkeitsbesuch abzustatten.<\/p>\n<p>Tagespensum: 66 km \/ 3,18 Std. reine Fahrzeit \/ 14 Kugeln Eis<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dienstag, der 18. September 2018\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p>Das Wetter zeigte sich auch heute von seiner strahlendsten Seite. Nicht so der Stromer. Ein Anfall von pl\u00f6tzlichem Drehschwindel hatte ihn aus dem k\u00f6rperlichen Gleichgewicht gebracht. Prophylaktisch wurde \u00fcber die Montage von St\u00fctzr\u00e4dern nachgedacht. Allerdings sofort wieder verworfen, nachdem physiotherapeutische \u00dcbungen f\u00fcr eine stabile K\u00f6rperlage sorgten. Als Lazarus das Lazarett nach erfolgreicher Rekonvaleszenz verlassen konnte, gab es kein Halten mehr. Mit voller Kraft voraus.<\/p>\n<p>Heute stand die Umrundung des M\u00fcritzsees auf dem Programm. Der, nebenbei belehrt, der gr\u00f6\u00dfte deutsche See ohne Landesgrenzen ist! Mit gut 83 km eine ordentliche Herausforderung f\u00fcr Tag zwei. Durch den sch\u00f6nen M\u00fcritz-Nationalpark mit herrlichen, gut ausgebauten Wegen radelten wir \u00fcber Boer, Rechlin nach R\u00f6bel. In den W\u00e4ldern herrschte absolute Ruhe. Keine V\u00f6gel zwitscherten, keine Kr\u00f6ten quakten \u2013 selbst die Natur hielt den Atem an, um uns geb\u00fchrend die Ehrerbietung zu erweisen.<\/p>\n<p>Nachdem wir den Nationalpark verlassen hatten, verlie\u00df uns auch das Gl\u00fcck mit ordentlichen Wegen. Fortan erhoben sich die H\u00fcgel h\u00f6her aus dem Gel\u00e4nde, blies der Gegenwind heftiger, wurden die Pfade holpriger. Es ging an die Substanz. Trotz gelegentlicher Bergabstrecken strampelten wir gef\u00fchlt st\u00e4ndig bergauf. Garantiert stand unser Globus so ungl\u00fccklich, dass wir gegen die Gravitationskr\u00e4fte anzuk\u00e4mpfen hatten. F\u00fcr Leser, denen die Einstein\u2019sche Relativit\u00e4ts-Theorie fremd ist, sei plausibel erkl\u00e4rt: Wir sind quasi von Down Under nach Waren gefahren.<\/p>\n<p>Sichtlich ausgelaugt erblickten wir schlie\u00dflich den Ortseingang von R\u00f6bel. Alle Ersch\u00f6pfungszust\u00e4nde ignorierend suchten wir nur ein erstrebenswertes Ziel: Das Eis-Paradies R\u00f6bel. Es sollte sich im Schatten der Kirche befinden. Nach mehrmaliger Umrundung des Gotteshauses ersp\u00e4hten wir schlie\u00dflich das Paradies. Mit letzter Kraft gelang es uns die Bestellung von M\u00e1laga, Joghurt-Kirsch, Grapefruit und co. der polnischen Bedienung in den Bestellblock zu diktieren. Kugel f\u00fcr Kugel belebten sich die letzten Ressourcen der geschundenen K\u00f6rper. Das Leben machte wieder Sinn. Ohne lange Debatten zu f\u00fchren entschlossen wir uns mannhaft, den Rest der Strecke mit der Linie Dat Bus zu absolvieren.<\/p>\n<p>Mit dem besagte Dat Bus und dem G\u00e4stepass konnten wir kostenlos Fahren wohin wir wollten, bzw. nicht mehr konnten. Grunds\u00e4tzlich zog Dat Bus einen Fahrradanh\u00e4nger hinter sich her. F\u00fcr die Nutzung hatten wir 2,-\u20ac zuzuzahlen, f\u00fcr E-Bikes 2,50 \u20ac. Das geschieht den Stromern recht!<\/p>\n<p>Im Dat Bus gab es ein Wiedersehen mit dem Frauchen von Rudi, einem R\u00fcden, der der Zwillingsbruder von Bobby h\u00e4tte sein k\u00f6nnen. Nur, dass Rudi es genoss im Korb seines Frauchen mit auf dem Rad fahren zu d\u00fcrfen. Im Dat Bus hatte das Frauchen Rudi nicht dabei, daf\u00fcr ihren k\u00f6rpereigenen Geruch. Sie versprach uns hoch und heilig, Rudi unsere herzlichsten Gr\u00fc\u00dfe auszurichten.<\/p>\n<p>Tagespensum: 70 km \/ 3,48 Std. reine Fahrzeit \/ 13 Kugeln Eis<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mittwoch, der 19. September 2018\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p>Nach einem ausgiebigen Fr\u00fchst\u00fcck dr\u00fcckten wir der gespr\u00e4chigen Hotelherrin unser Storno f\u00fcr die Nacht auf Samstag rein. Noch st\u00fcrmigeren Wind, Regen und K\u00e4lte prophezeiten die Wetterfr\u00f6sche. Da jagt man noch nicht einmal einen Hund vor die T\u00fcr, auch wenn er nur t\u00f6nern sein sollte. Und so zogen wir die geordnete Heimfahrt am Freitag der N\u00e4sse und den unumg\u00e4nglichen Erfrierungen vor!<\/p>\n<p>Tja, wie soll ich es beschreiben? Noch gleich am gestrigen Abend, als unsere st\u00e4hlernen\u00a0 Revuek\u00f6rper frisch geduscht waren, die ersten Cerealien in Form eines frisch gezapften Blonden dem ausgelaugten K\u00f6rper zugef\u00fchrt worden war, arbeiteten wir die Strapazen des Tages noch einmal verbal auf. Es h\u00e4tte auch schlimmer kommen k\u00f6nnen. Und, es kam schlimmer!<\/p>\n<p>Unser Ziel: Die Umzirkelung des Plausees. Der Startschuss fiel in Lenz und f\u00fchrte uns gleich nach wenigen Metern auf die Lenzer-H\u00f6he. Die Steigung h\u00e4tte auch herausragend die Lenzer-Heide (bekannter Schweizer Skiort) repr\u00e4sentieren k\u00f6nnen. Die weiteren tektonischen Erhebungen machten der erst genannten alle Ehre. Bereits nach wenigen Kilometern zeichnete sich ein Ganzk\u00f6rpererm\u00fcdungsbruch ab. M\u00fc\u00dfig zu erw\u00e4hnen, dass der Gegenwind an Intensit\u00e4t nicht nachgelassen hatte. Wie soll ich die weiteren Imponderabilien bildhaft ausmalen? Auf den Radverkehrswegen musste die Stasi ihre Staatsfeinde, gefoltert haben! Die ESBZ war bekannt daf\u00fcr, dass sie nicht im \u00dcberfluss schwelgte. Eine Ausnahme m\u00fcssen die Platten f\u00fcr die Plattenbauten gewesen sein. Ich bin mir relativ sicher, dass die Wiege f\u00fcr den Begriff \u201eeinen Platten\u201c am Rad haben hier am Plausee stand. Die \u00fcppig vorhandenen Plattenbauplatten eigneten zwar keinesfalls f\u00fcr den Stra\u00dfenbau, wurden aber offensichtlich doch daf\u00fcr verwendet. Schlie\u00dflich mussten die Folterkammern f\u00fcr die potentiellen Republikfl\u00fcchtlinge ja irgendwo einen angemessenen Platz finden. Im Abstand von ca. 3 \u2013 5 Metern, also zwischen den Plattenbauplatten, breiteten sich XXL-Dehnfugen aus. Sie waren einerseits fester Bestandteil des Folterger\u00e4tes, andererseits ergab sich daraus ein beachtliches Einsparungspotential von 1%. Also alle 100 Plattenbauplatten eine Plattenbauplatte. Es ist nicht \u00fcberliefert, ob die Delinquenten selbst Erbauer ihrer eigenen Folterinstrumente sein mussten. Zwischen den XXL-Dehnfugen zerbarst in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden das Wurzelwerk der Methusalemb\u00e4ume den Beton in entgegengesetzter Richtung. Also nach oben. Auf eine XXL-Dehnfuge folgten etliche Wellen, deren Verlauf sich in keine Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit fassen lie\u00df.<\/p>\n<p>Aufatmen lie\u00df der Wechsel von den Plattenbauplatten-Folterstra\u00dfen auf Waldwege. Doch die ersten erleichterten Eindr\u00fccke waren tr\u00fcgerisch. Die Wurzelwerke der Methusalemb\u00e4ume streckten ihre Tentakel genauso nach unseren Pneus aus. Nur noch gewaltiger und unkontrollierbarer. Um den Spuk zu komplettieren, waren die Wege mit Sandgruben gespickt. Ein taktisches Ausweichen nach links oder rechts des Weges verwehrte uns eine undurchdringliche stachelige Macchia. Wer bei den Sandgruben an seine Kindheit zur\u00fcckdenkt und vor seinem geistigen Auge an mit Holzsitzfl\u00e4chen ums\u00e4umte Spielst\u00e4tten denkt, dem sei gesagt: Die Mc Pommschen Sandgruben pr\u00e4sentierten sich ebenfalls im XXL-Format. Sie entsprachen garantiert der Europ\u00e4ischen Norm f\u00fcr Sandk\u00e4sten zur Bespassung von mindestens 1.000 lebhaften Vorsch\u00fclern. Die K\u00f6rnung wird ermittelt nach EN ISO 14688. Die jeweilige Korngr\u00f6\u00dfe entspricht dem \u00c4quivalentdurchmesser, dem hydrodynamischen Durchmesser (gleiche Fallgeschwindigkeit in einer Wassers\u00e4ule). Von der Fallgeschwindigkeit eines durchtrainierten K\u00f6rpers konnte ich mich pers\u00f6nlich gleich zweimal \u00fcberzeugen. W\u00e4hrend sich der Elekbriker auf die k\u00fcnstliche Power aus der Thermoskanne verlassen konnte, konnte ich nur mit unwiderstehlicher Muskelkraft \u00fcberzeugen. Erschwerend kam hinzu, dass meine Reifen, mit einer Laufbreite von gerade einmal 2,5 cm, sich nicht als sehr vorteilhaft f\u00fcr Sandgruben entpuppten. Wer schon einmal die Sahara mit einem Standard-Treckingrad durchquert hat, der wei\u00df wovon ich spreche! Mein kongenitaler Partner hatte sein Rad mit einer Art Balloonwheels best\u00fcckt, die auch f\u00fcr die Mondlandef\u00e4hre Eagle ausgereicht h\u00e4tten. Auf diesem Teilst\u00fcck ist in mir eine epochale Entscheidung gereift: Mein n\u00e4chstes Rad wird meine Muskeln auch mit Strom unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Trotz einem schmerzhaften Ganzk\u00f6rpererm\u00fcdungsbruchs schleppten wir uns zum halben Etappenziel Plau. Ein wundersch\u00f6nes \u00d6rtchen am See mit hysterischer Altstadt. Auf maximal einhundert Meter offerierten uns eine Fischbr\u00f6tchenbude, zwei Eisbuden und ein Coffeeshop mit 55 Varianten ihre unwiderstehlichen Angebote.<\/p>\n<p>Der R\u00fcckweg um die verbleibende H\u00e4lfte des Plausees verlief diametral zur halben Hinrunde. Klaglos spulten wir die Strecke ab. Treuer Begleiter war hier das Matjesbr\u00f6tchen. Das K\u00f6nigspilsener \u00a0im Hafen von Waren hatten wir uns radlich verdient! Auch die Kugeln in der Eisbude, zu deren Stammkunden wir uns mittlerweile erschleckt hatten. Die goldene Waffel mit smaragdfarbenem Plastikspachtel stand unmittelbar vor der Verleihung. Am diesem Abend blieben die st\u00e4hlernen Rosse unber\u00fchrt. Die Speisung nahmen wir im Restaurant des Hotels ein. Es folgte rasch die bleierne Nachtruhe.<\/p>\n<p>Tagespensum: Knapp 60 km \/ 3,20 Std. reine Fahrzeit \/ 11 Kugeln Eis<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Donnerstag, der 20. September 2018\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p>Taufrisch, wie ein lauer Fr\u00fchlingsmorgen, erholt und voller Tatendrang aber konzentriert und einigerma\u00dfen Wortkarg, bereiteten wir uns mental auf die finale Tour vor. Der Krakowsee stand auf der Agenda. \u00dcber Dobbin nach Glave, weiter\u00a0 in Richtung Wadeh\u00e4ng (welch geniale Doppeldeutigkeit) bis zum Luftkurort Krakow am See. Mit voller Absicht hatten wir mit nur 35 km eine gem\u00fctliche Runde zum Ausklang des Abenteuers erkoren. Die geschundenen Pos sollten sich p\u00f6 a p\u00f6 (peu a peu) wieder an normale Sitzungen gew\u00f6hnen. Der R\u00fcckweg f\u00fchrte uns \u00fcber Serrahn, wo unbest\u00e4tigten Ger\u00fcchten zufolge die gleichnamigen Kochfelder erfunden sein sollten. Aber das nur nebenbei.<\/p>\n<p>Obwohl ich noch nie einem Frosch h\u00f6chstpers\u00f6nlich sowie selbstlos \u00fcber die Stra\u00dfe geholfen habe, meinte das Wetter es auch am letzten Tag gut mit uns. Inzwischen waren die Sandmulden keine echte Herausforderung mehr. Was zwei elegante Abstiege \u00fcber den Lenker jedoch nicht vermied. Nach wenigen Kilometern stand eine Entscheidung mit gro\u00dfer Tragweite an. Entweder w\u00e4hlen wir die See nahe Route mit Panoramablick. Oder die mit M\u00fcckenschw\u00e4rmen biblischen Ausma\u00dfes. Wir entschieden uns leider nicht f\u00fcr den Ritt durch die Sandd\u00fcnen des Waldes. Wir favorisierten die finnische Variante.<\/p>\n<p>Je weiter wir uns von den Touristenballungszentren entfernten, umso d\u00fcnner war die Gegend besiedelt. Irgendwann musste sie jedoch urbanisiert und bewohnt worden sein. Ruinen menschlichen Daseins s\u00e4umten den Weg. Sogar die V\u00f6gel flogen auf dem R\u00fccken, um das Elend nicht sehen zu m\u00fcssen. Nach kurzer Fahrt erreichten wir den Luftkurort Krakow am See. Er verdiente die Auszeichnung Kurort in keinster Weise. Treffender w\u00e4re Kuhkaff gewesen. Glockenschlag 12.00 Uhr zogen sogar die ersten Zirrus-Wolken am Firmament auf. Passend zu Krakow von zartem Mausgrau changierend bis zu katzenj\u00e4mmerlichem Anthrazit. Selbst das einzige Eiscaf\u00e9 hatte schon die Plastikst\u00fchle gestapelt und diebstahlsicher ans Haus gekettet sowie den Laden und die L\u00e4den geschlossen. Das Ende und der Beginn der Eiszeit gleichzeitig.<\/p>\n<p>Was sie in Mc Pomm absolut perfekt beherrschen der sind lange Alleen. Alleen und Kartoffeln in jedweder Art. Gekocht, mit und ohne Schale, gebraten, gestampft und frittiert. Also die Kartoffeln meine ich. Die Alleen sind von uralten, pr\u00e4chtigen Kastanienb\u00e4umen flankiert. Sie schleuderten bei dem Gegenwind ihre reifen Fr\u00fcchte mit Wucht nach Stahlross und Reiter. Teils in stacheligen M\u00e4nteln, teils nur den harten Kern. Uns konnte wahrlich aber auch gar nichts mehr ersch\u00fcttern bzw. vom Rad werfen.<\/p>\n<p>Den Abschluss der letzten Etappe feierten wir mit Apfelkuchen und Kaffee in Waren an der Hafenpromenade. Obendrauf eine Gerstenkaltschale. Bei Zeiten nahmen wir die Henkersmahlzeit an der Seeterrasse ein. Und zu guter Letzt sollte es dann noch mal ein Eis sein. Nat\u00fcrlich an der Eisbude unseres Vertrauens.<\/p>\n<p>Tagespensum: 34 km \/ reine Fahrzeit 2 Std. \/ nur 5 Kugeln Eis (!)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Freitag, der 21. September 2018\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p>Den geb\u00fchrenpflichtigen Parkplatz am Hafen hatte man bereits gegen Mittag des Vortages gesperrt, um die Feierlichkeiten zu unserer Verabschiedung in Ruhe geb\u00fchrend vorzubereiten. Einheimische, G\u00e4ste sowie Abordnungen der Partner- und Zwischenzielst\u00e4dte aus ganz Mc Pomm und Europa sollten uns mit folkloristischen Darbietungen erfreuen. Die Organisten zogen alle Register. Besonders talentierte Dorfsch\u00f6nheiten gl\u00e4nzten mit Soloeinlagen, der Seemanns-Spielzug wurde von den Schiffssirenen untermalt und M\u00f6wengez\u00e4nk begleitet, die kessen M\u00fcritzkehlchen tr\u00e4llerten munter drauflos, der r\u00f6misch-katholische M\u00e4nnerchor \u00fcberraschte mit Georgianischen Ges\u00e4ngen, die Vorsch\u00fcler unter der Leitung von Frl. Meier gaben Fl\u00f6tent\u00f6ne zum Besten und zum Finale Grande schmetterte die Gospel-Combo \u201eYou`ll never bike alone\u201c! Parallel dazu demonstrierten die Pilates- und Yogagruppen Figuren zur Entspannung und Meditation, wie Virabhadrasana (die Heldenhaltung), oder der Storch in der Morgensonne.<\/p>\n<p>In alle Empathie \u00fcber die Darbietungen mischte sich doch ein wenig Wehmut, Melancholie. Der Abschied nahte unbarmherzig. Schlie\u00dflich obsiegte die Vorfreude auf die Lieben daheim. Und wer wei\u00df, welche Region das Par de deux im n\u00e4chsten Jahr gedenkt heimzusuchen. Schaun ma mal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Laufe des Jahres wurden viele euphorische Pl\u00e4ne brachial Opfer diverser menschlicher, k\u00f6rperlicher Unw\u00e4gbarkeiten. Was f\u00fcr die ersten lauen Maienn\u00e4chte vorgesehen war, sollte der fr\u00fche Herbst richten. Erstaunlicher Weise fand eine Zustimmung f\u00fcr das auserkorene Ziel, unmittelbar nach dem ersten Vorschlag, das einvernehmliche Votum: Mc Pomm. 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