{"id":361,"date":"2018-02-04T15:57:29","date_gmt":"2018-02-04T14:57:29","guid":{"rendered":"http:\/\/armins-nach-richten.de\/?p=361"},"modified":"2018-02-04T15:57:43","modified_gmt":"2018-02-04T14:57:43","slug":"hotel-twachtmann","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/armins-nach-richten.de\/?p=361","title":{"rendered":"Hotel Twachtmann"},"content":{"rendered":"<p>Ostwestfalenlippe (OWL), besser bekannt unter der Bezeichnung \u201egelobtes Land\u201c, hat neun nach Christus nicht nur den tapferen, heldenhaften Bezwinger der R\u00f6mer hervorgebracht, sondern in den Jahrhunderten auch Pers\u00f6nlichkeiten, die nie das elektrische Rampenlicht der \u00d6ffentlichkeit erblickt haben. Obwohl sie es wei\u00df Gott verdient gehabt h\u00e4tten. Ihnen zur Ehre m\u00f6chte ich hier und heute eine Geschichte erz\u00e4hlen, deren Zeitzeuge ich sein durfte.<\/p>\n<p>Mitten in OWL, unweit der Stadt die es eigentlich nicht gibt, Bielefeld, liegt Herford, meine Geburtsstadt. Im Zentrum von Herford hat sich das Kaufhaus Klingelthal ausgebreitet, dem Mekka modebewusster Ostwestfalen. Die dekorative, animierende Gestaltung der Schaufenster lag in den kreativen H\u00e4nden der sogenannte Schm\u00fccker Willi und Kalla. Dem Herrn Sale geh\u00f6rte damals noch nicht die bunte Vielfalt der Gesch\u00e4fte aller Einkaufsmeilen. Und Sale hie\u00df noch WSV oder SSV oder so. Der Schm\u00fccker Willi hie\u00df Willi, weil sein Vater Willi hie\u00df und Kalla hie\u00df im richtigen Leben einfach nur Karl. Au\u00dferdem geh\u00f6rte Barny zur Clique und eben ich. Barny hie\u00df \u00fcbrigens Michael und war langzeitleiert mit Petrilein, die in besonders brennzlichen Situationen auch gerne mit dem Schmusenamen Liebileinchen umgarnt wurde. Petrileins Eltern herrschten im \u201eWei\u00dfen Hirsch\u201c, eine Kneipe wie sie klassischer in OWL nicht sein konnte. Es gab Soleier, Mett- und K\u00e4sebr\u00f6tchen sowie Nonnenpf\u00fcrze und lag strategisch positioniert unmittelbar neben einer Kirche. Petrilein und Barny wohnten im Hinterhof des Wei\u00dfen Hirsches, ebenfalls strategisch optimal positioniert, weshalb wir uns auch bei tr\u00fcben Aussichten die Sun Downer bei Herrn und Frau Lippert einfl\u00f6\u00dften. Frau Lippert hie\u00df Frau Lippert und Herr Lippert hie\u00df Kurt. Nur handverlesene Privilegierte durften Kurt zu ihm sagen, f\u00fcr das trinkfeste Fu\u00dfvolk blieb er respektvoll Herr Lippert. W\u00e4hrend Frau Lippert die Mettbr\u00f6tchen liebevoll mit Zwiebelringen garnierte, und die nackten K\u00e4sescheiben mittels Paprikapulver zum Verzehr verfeinerte, zapfte Kurt die Pilsken. Er selbst bevorzugte im Stundenrhytmus eine Kombination aus einem Schuss Export im Wasserglas, mit einem Pinneken Wacholder, den er sich mit dem Schuss Export in Sekundenbruchteilen einverleibte. Ein kurzes Sch\u00fctteln durchzuckte seinen K\u00f6rper, richtete ihn wieder auf. Beide Gl\u00e4ser wurden flux durch das hygienisch bedenkliche Wasserbecken geschwenkt, mit einem blaukarrierten Allzweckhandtuch ausgeledert und zielsicher kopf\u00fcber zur\u00fcck in die Vitrine gestellt. Die Gl\u00e4ser kopf\u00fcber. Nicht Kurt!<\/p>\n<p>Trotz aller famili\u00e4ren Bande zog es uns zum regelm\u00e4\u00dfigen samst\u00e4glichen Fr\u00fchschoppen allerdings ins Hotel Twachtmann. Genauer gesagt in die dazu geh\u00f6rige gleichnamige Kneipe \u201eBei Twachtmann\u201c, unmittelbar auf der gegen\u00fcber liegenden Stra\u00dfenseite. Das Hotel Twachtmann, ein feudales drei Sterne Hotel, war das erste Haus am Platz. Vergleichbar etwa mit dem Adlon in Berlin, dem Vier-Jahres-Zeiten in Hamburg oder dem Bayrischen Hof in M\u00fcnchen, eben nur mit drei Sternen und in Herford.<\/p>\n<p>Vom Kaufhaus Klingenthal aus sind es nur ein paar Schritte durch die Passage, ges\u00e4umt von einer Schaufensterfront auf der einen Seite, auf der anderen Seite die Pommesbude von Herrn Fels. Herr Fels sein Sohn Gunther war ein Klassenkamerad von mir. Er versorgte uns t\u00e4glich mit den \u00fcbriggebliebenen Frikadellen vom Vortag, und trug sommers wie winters den unverwechselbaren Duft von Frittenfett im Ranzen. In den Gr\u00fcnderjahren gab es ausschlie\u00dflich die besten Rostbratw\u00fcrstchen vom Metzger Spengemann, Currywurst und Pommes rot\/wei\u00df, und ausschlie\u00dflich Stehtische. Bratw\u00fcrstchen, Currywurst und Pommes rot\/wei\u00df werden in OWL kulturgerecht ausschlie\u00dflich im Stehen gegessen! Im Zuge der Erweiterung des kulinarischen Angebotes um panierte Schweineschnitzel, halbe Grill-H\u00e4hnchen und Kartoffelsalat aus dem Eimer, gesellten sich in den Wachstumsjahren auch kleine runde Blechtische, umringt mit wei\u00dfen Plastikst\u00fchlen, zum Mobiliar, welche die Freir\u00e4ume der Passage Quadratmeter um Quadratmeter eroberten. Panierte Schweineschnitzel und halbe Grillh\u00e4hnchen mit Kartoffelsalat aus dem Eimer werden traditionell in OWL im Sitzen verzehrt.<\/p>\n<p>Auf dem Weg zum Hotel Twachtmann begr\u00fc\u00dften wir kurz aber h\u00f6flich Gunther, der um diese Uhrzeit gelbliche Kunststofftuben mit Senf bzw. rote mit Ketchup sowie wei\u00dfe mit Majo und Metallst\u00e4nderchen mit Papierservietten auf den Tischen bereitstellte. Dar\u00fcber hinaus legte er frisches Eau de Bulette in den Nuancen Frittenfett, Frikadellen\u00f6l und H\u00e4hnchenmarinade nach. Erste Passagenpassanten bestaunten die bunten Auslagen in den Schaufenstern und erste Geschmacksf\u00e4den bev\u00f6lkerten ihre Mundh\u00f6hlen. Man beschloss sich nach dem Shopping, derzeit noch Einkaufsbummel genannt, \u00a0eine Spengemann bei Herrn Fels zu g\u00f6nnen.\u00a0 Willi und Kalla hatten bereits seit dem fr\u00fchen Morgen die entbl\u00f6\u00dften Schaufensterpuppen mit den neuesten Fummeln sittsam bedeckt und sich den Fr\u00fchschoppen reichlich verdient.<\/p>\n<p>Einmal einen kurzen Schlenker um 90\u00b0 nach rechts und schon stand man vor dem Hotel Twachtmann, respektive der dazugeh\u00f6rigen Kneipe \u201eBei Twachtmann\u201c. \u00d6ffnete man das schwere h\u00f6lzerne Eingangsportal nur um einen winzigen Fingerspaltbreit, schwappt einem eine volle Breitseite aus Bierdunst, Zigarettenqualm und Transpiration entgegen. Der dicke, schwere Filzvorhang, der halbkreisf\u00f6rmig den Eingangsbereich abschirmt, und die frische Luft im Freien und die miefschwangere Dunstglocke im Gastraum sichert, verbirgt zun\u00e4chst f\u00fcr wenige Sekunden den Blick auf die Schar der illustren Gesellschaft und gibt dem Neuank\u00f6mmling die Chance sich f\u00fcr das spezielle Klima im Inneren zu aklimatisieren. Nach heutigen Normen w\u00e4re die Ausgabe von Gasmasken sicher unumg\u00e4ngliche Vorschrift. Beim Betreten des Lokales durch den filzenen Vorhang konnte man sich der Blicke aller Anwesenden gewiss sein. Einige murmelten ein gezwungenes guten Morgen, anderen konnte man ansehen was sie dachten: Ach, die schon wieder.<\/p>\n<p>Es war eine \u00c4ra, in der man sich unterhielt. Von Angesicht zu Angesicht. Das Smartphone war noch nicht erfunden. Und wer nichts zu sagen hatte, der schwieg einfach vor sich hin, starrte sein Pilsken an und freute sich \u00fcber eine willkommene Abwechslung durch Neuank\u00f6mmlinge. Die Wirtsleute, allesamt Angestellte des Hauses Twachtmann, geh\u00f6rten seit Jahren zum Inventar. Herr Meise, genannt Meise, Herr Wacker genannt Herr Wacker und seine Frau Mathilde, die Wackermathilde. Die Herren waren traditionell gekleidet in schwarzem Anzug, mit Weste und Krawatte. Wei\u00dfes, fleckenfreies Hemd selbstverst\u00e4ndlich. Ganz Oberkellner, vom Scheitel bis zur Sohle. Dem Schuhwerk sah man auf den ersten Blick an, dass sie bereits unz\u00e4hlige Kilometer zwischen Theke und durstigen Seelen zur\u00fcckgelegt hatten.<\/p>\n<p>Die Wackermathilde, im bunten Schurz, war verantwortlich f\u00fcr Hygiene, f\u00fchrte das Regiment in der K\u00fcche und achtete auf defekte Gl\u00fchbirnen, die offensichtlich in der lebensbedrohlichen Atmosph\u00e4re fr\u00fcher vergl\u00fchten als in gemeinen b\u00fcrgerlichen deutschen Haushalten. Meise und Herr Wacker konnten unterschiedlicher nicht sein. Herr Wacker hoch aufgeschossen und klapperd\u00fcrr. Heute w\u00fcrde die Gr\u00f6\u00dfe XXS sicher angemessen sein. Passend dazu trug er seit seinem Engagement ein m\u00fcrrisches Gesicht, mit dem er, unbest\u00e4tigten Ger\u00fcchten zufolge, bereits zur Welt gekommen sein sollte. Leise Regungen der Gesichtsz\u00fcge glaubte der geneigte Stammkunde nur gelegentlich zur Quittierung einer Bestellung zu erkennen. Bei Meise konnte man getrost auf das Herr verzichten. Es w\u00e4re auch seinen Proportionen nicht angemessen gewesen. Er war etwas zu kurz geraten, trug seine Haare akkurat kreisf\u00f6rmig im Uhrzeigersinn gek\u00e4mmt um seinen Kopf, der wiederum durchaus auch mit einem etwas gr\u00f6\u00dferen K\u00f6rper harmoniert h\u00e4tte. Au\u00dferdem sprach Meise sogar das ein oder andere Wort mit den G\u00e4sten. Allerdings nur mit den Stammg\u00e4sten, versteht sich von selbst. Und\u00a0 dieses Privileg musste man sich \u00fcber Jahre redlich ertrinken. Meise war so kleinw\u00fcchsig, dass man ihm ein Fussb\u00e4nkchen hinter dem Tresen platziert hatte, damit er \u00fcberhaupt den Bierzapfhahn auf Zehenspitzen und mit ausgestreckten Armen erreichen konnte. Es war f\u00fcr uns absolute Ehrensache, dass wir unsere Bestellungen ausschlie\u00dflich bei Meise in Auftrag gaben, und zwar sorgsam getrennt, nie in ganzen Runden. Es bereitete uns die gr\u00f6\u00dfte Freude, wenn Meise um die Ecke der Theke bog und wir seinen kreisrunden Haarschopf bei jedem Schritt \u00fcber den Schanktisch wippen sahen. Ob auf Meise in seinem trauten Heim ein sorgendes Weib wartete ist leider nicht \u00fcberliefert.<\/p>\n<p>Meise und wir waren zu einem eingespielten Team avanciert. Auf seine knappe, aber berechtigte Frage: \u201eFr\u00fchst\u00fcck?\u201c mussten wir nur noch best\u00e4tigend mit dem Kopf nicken und das Schicksal nahm seinen Lauf. Unter einem \u201eFr\u00fchst\u00fcck\u201c verstanden Auftraggeber und Auftragnehmer das klassische Gedeck, bestehend aus einem Pils und einem K\u00f6rnchen. Den Korn bevorzugten wir ohne Ausnahme aus eckigen Flaschen. Korn aus runden Flaschen war unter unserer W\u00fcrde. Eigentlich m\u00fcsste es nicht erw\u00e4hnt werden, aber f\u00fcr Nichtkenner der Szene in OWL: Mit K\u00f6rnchen war automatisch ein Doppelkorn gemeint. Aus eckiger Flasche wie gesagt.<\/p>\n<p>Als Stammkunden stand uns selbstverst\u00e4ndlich das Recht auf einen reservierten Platz am Stammtisch zu. Der t\u00f6nerne Ascher inmitten eines schmiedeeisernen St\u00e4nders prangte auf der Tischmitte. \u00dcber dem Ascher pendelte das unverzichtbare Schild \u201eStammtisch\u201c. Es hielt unbedarfte G\u00e4ste davon ab, r\u00fccksichtslos Platz zu nehmen und sich von den messerscharfen Blicken Herrn Wackers an den Pranger nageln zu lassen. Meise bevorzugte mit einem milit\u00e4rischen Befehl \u201eReserviert!\u201c unmissverst\u00e4ndlich f\u00fcr Ordnung zu sorgen. Unsere Gespr\u00e4che drehten sich um die drei wichtigsten Themen des aktiven Lebens. Nur beim Auto wollte Barny nicht so recht\u00a0 teilnehmen. Mangels grunds\u00e4tzlichem Interesse. Barny war zwar im Besitz einer g\u00fcltigen Fahrerlaubnis und eines Autos, zog es aber generell vor, Petrilein das Lenkrad zu \u00fcberlassen. Au\u00dfer ihm selbst, Petrilein und tiefgl\u00e4ubigen Nonnen mit gro\u00dfem Gottvertrauen war es auch nicht m\u00f6glich, solch ein Gef\u00e4hrt zu chauffieren. Oder ist irgendjemand schon einmal das Abenteuer eingegangen einen DAF zum Fahren zu bewegen? Na also.<\/p>\n<p>Barny hatte belgische Wurzeln. V\u00e4terlicherseits. Als quasi eingefleischter Belgier war eine besondere Affinit\u00e4t zum Radsport tief in seinen Genen verwurzelt. Eddy Merckx war sein unanfechtbares Idol und er, Barny, konnte jedes Radrennen in akzentfreiem Belgisch kommentieren. Emotionsgeladen, mitrei\u00dfender als jeder ausgebildete Sportreporter jemals vermochte. Besonders die Kopfsteinpflaster-Abschnitte des Fr\u00fchjahres-Klassikers Paris \u2013 Roubaix geh\u00f6rten zu seinem bevorzugten Repertoire, das Barny nach einigen Fr\u00fchst\u00fccksgedecken bei Twachtmann gerne zum Besten gab. Es ist m\u00fc\u00dfig zu erw\u00e4hnen, dass das vorgetragene Rennen stets nur einen Sieger kannte: Eddy Merckx! Nat\u00fcrlich mussten wir den Erfolg des abg\u00f6ttisch Verehrten geb\u00fchrend feiern, und so ergab es sich mehr oder \u00f6fter regelm\u00e4\u00dfig, dass aus Petrilein ein Liebileinchen wurde. Ihr fiel stets die ehrenvolle Aufgabe zu die Ultras aller belgischen Radrennfans sicher mit dem DAF in Richtung Mittagsschl\u00e4fchen zu kutschieren. Im \u00dcberschwang der Gef\u00fchle wurden f\u00fcr den Abend rechtzeitig Pl\u00e4ne geschmiedet, an deren Ende wieder der DAF und Liebileinchen eine entscheidende Rolle spielen sollten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Willi und Kalla ihre erlernten Berufen als Schm\u00fccker weiter zu neuen, ungeahnten Ufern dekorierten, schloss ich den zweiten Bildungsweg mit der Fachhochschulreife ab, um mich dann Barny anzuschlie\u00dfen, der als Kreativ Direktor die Geschicke der Werbeagentur Texart leitete. Barny war nicht nur ein begnadeter Reporter f\u00fcr klassische Radrennen mit belgischem Sieger, sondern auch ein ebensolcher Texter. Geschliffene Worte, Slogans und Kampagnen flossen aus seiner Feder wie heutzutage das Epo und Anabolika aus den Spritzen der Radprofis. Doch Liebileinchen konnte sich nicht dauerhaft damit arrangieren den DAF und uns regelm\u00e4\u00dfig sicher durch den Verkehr zu lotsen. Ihre gerne gehegten Pl\u00e4ne f\u00fcr ein erholsames ruhiges Wochenende in Zweisamkeit wurden zu selten realisiert. Ausgenommen der wenigen Samstagabende, die auf Grund ausgedehnter, intensiver Siegesfeiern belgischer Radrennfahrer eine andere unerwartete Wendung nahmen. Sie wurde zur Barnys Verflossenen.<\/p>\n<p>Barny zog es aus dem gelobten Land nach Hamburg und von dort nach Z\u00fcrich, wo er munter weiter textete und entwarf. Der DAF bereicherte den Gebrauchtwagenmarkt und soll, unbest\u00e4tigten Kleinanzeigen zu Folge, einer Ordensfrau zur Mobilit\u00e4t verholfen haben. Ein paar Liaisons gaben seinem Leben keinen wirklichen Halt, und er f\u00fchrte die Tradition des Fr\u00fchst\u00fccks konsequent in der Hansestadt und bei den Konf\u00f6derierten fort. In Ermangelung des K\u00f6rnchens aus eckiger Flasche mussten der K\u00fcstennebel bzw. der Pfl\u00fcmli das Gedeck vervollst\u00e4ndigen. Beide Kurze waren jedoch nicht wirklich zielf\u00fchrend f\u00fcr seine berufliche Entwicklung. Als letztes Highlight erwarb Barny die Rechte eines heruntergewirtschafteten schweizer Pornomagazins und wollte es wieder in befriedigende H\u00f6hen schreiben. Wollte. Alsbald stellte sich heraus, dass die Leidenschaft der Konsumenten nackter Tatsachen f\u00fcr Radrennen \u00fcber belgisches Kopfsteinpflaster eher zweitrangig, weniger befriedigend war.<\/p>\n<p>Die Vita von Meise, Herrn Wacker und der Wackermathilde wurde nicht weiter verfolgt. Man kann aber wohl mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass Herr Wacker sein m\u00fcrrisches Gesicht weiter mit W\u00fcrde getragen hat\u00a0 und Meise sich weiter auf Zehenspitzen und auf seinem Fu\u00dfb\u00e4nken nach dem Zapfhahn gestreckt hat. Die Wackermathilde schraubte sicher weiter vergl\u00fchte Birnen, reinigte Gl\u00e4ser, Tische und die Theke und f\u00fchrte ihr strenges Regiment in der K\u00fcche.<\/p>\n<p>Ein Wohl auf alle Protagonisten!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ostwestfalenlippe (OWL), besser bekannt unter der Bezeichnung \u201egelobtes Land\u201c, hat neun nach Christus nicht nur den tapferen, heldenhaften Bezwinger der R\u00f6mer hervorgebracht, sondern in den Jahrhunderten auch Pers\u00f6nlichkeiten, die nie das elektrische Rampenlicht der \u00d6ffentlichkeit erblickt haben. Obwohl sie es wei\u00df Gott verdient gehabt h\u00e4tten. 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