{"id":332,"date":"2017-11-28T15:02:54","date_gmt":"2017-11-28T14:02:54","guid":{"rendered":"http:\/\/armins-nach-richten.de\/?p=332"},"modified":"2017-11-28T15:03:02","modified_gmt":"2017-11-28T14:03:02","slug":"winkel-und-trigonometrische-funktionen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/armins-nach-richten.de\/?p=332","title":{"rendered":"Winkel- und trigonometrische Funktionen"},"content":{"rendered":"<p>Wie soll ich es sonst mit dem Luther-Jahr halten? \u201eHier schreibe ich und\u00a0 kann nicht anders!\u201c Man, und besonders Frau m\u00f6gen mir verzeihen.<\/p>\n<p>R\u00fcckblickend auf die Schulzeit und speziell auf den Mathematik-Unterricht lie\u00df so manchen auf das Ergebnis kommen, dass man doch weniger f\u00fcr das Leben, als f\u00fcr die Schule gelernt hat. Wer setzt schon sein ganzes mathematisches Wissen wirklich ein? Au\u00dfer den vier Grundrechenarten und der Rabattberechnung. In Zeiten, in denen bereits die Krabbelgruppen \u00fcber mobile Gro\u00dfrechenanlagen mit integriertem Telefon verf\u00fcgen, er\u00fcbrigt sich selbst die Anwendung dieser Basisfunktionen. Dabei sind Sinus, Cosinus und Tangens praktisch aus unserem Leben nicht wegzudenken! Am deutlichsten l\u00e4sst sich dies am nachstehenden Beispiel eindrucksvoll darstellen: Beim Handtaschenkauf.<\/p>\n<p>Die Formel beim Kauf einer Handtasche besteht aus folgenden vier \u201eF\u201c-Parametern: Form, Farbe, Funktion und dem Fassungsverm\u00f6gen, f\u00fcr z.B. komplette Jahrg\u00e4nge Kassenzettel. Ich m\u00f6chte an dieser Stelle noch ein f\u00fcnftes \u201eF\u201c hinzuf\u00fcgen. Die Figur, in diesem Fall sogar exakter der \u201eschlanke Fu\u00df\u201c. Nach eingehender Pr\u00fcfung der vorgenannten Parameter und dem Begreifen der Haptik, h\u00e4lt die shoppingerfahrene Frau das Objekt der Begierde elegant, l\u00e4ssig sowie durch die Schwerkraft frei h\u00e4ngend entlang des leicht nach vorn ausgestreckten Beines. In aller Regel handelt es sich um das linke Bein. M\u00f6glicherweise ein Relikt aus historischer Vergangenheit, in der der Kavalier der Dame seiner Begleitung die linke Armbeuge zum Einh\u00e4ngen bot. Dadurch blieb nur die linke Hand frei, um die Handtasche zu transportieren. Ob es sich bei Linksh\u00e4nderinnen beim Soloflanieren gleich verh\u00e4lt, soll nicht Thema dieser Betrachtung sein. Konzentrieren wir uns deshalb auf den mathematischen Ansatz.<\/p>\n<p>Durch die Streckung des linken Beines nach vorn wirkt es automatisch l\u00e4nger. Hierin begr\u00fcndet sich auch die Aussage des schlanken Fu\u00dfes. Der Fu\u00df, respektive die Zehen werden in Richtung des Spiegels gestreckt, um die gesamte Harmonie von Figur und Handtasche zu begutachten. Es ergibt sich also ein rechtwinkeliges Dreieck. Dabei ist das gestreckte Bein die Hypotenuse, das Standbein die Gegenkathete und die Gerade auf dem Fu\u00dfboden zwischen beiden Beinen die Ankathete. Ankathete und Gegenkathete bilden einen sogenannten Rechten Winkel. Was lernen wir daraus? Richtig, die Hypotenuse ist optisch l\u00e4nger als die Gegenkathete. Damit\u00a0 ist die These \u201e\u2026macht einen schlanken Fu\u00df\u201c mathematisch bewiesen. Qua erat demostrandum.<\/p>\n<p>Da die zweite Seite nun schon mal begonnen wurde, kann ich mich auch noch zu einem zweiten Beispiel \u00fcberreden. Ein wenig diffiziler aber nicht unm\u00f6glich. Ich entscheide mich exemplarisch f\u00fcr das gleiche Genre. Es ist gleichzeitig eine Hommage an den zahlenm\u00e4\u00dfig gr\u00f6\u00dferen, gleichberechtigten Teil unserer Bev\u00f6lkerung. Ich ziehe das Beispiel aus der DOB, der Damen-Ober-Bekleidung heran. Ober = f\u00fcr oben dr\u00fcber! In diesem speziellen Fall eine herk\u00f6mmliche Jeans oder, wahlweise, eine beliebige andere Hose.<\/p>\n<p>Das Szenario spielt sich im Verkaufsraum und der Umkleidekabine zur Anprobe statt. Wenn sich die Probandin in die stonewashed R\u00f6hre gepresst hat und es ohne k\u00fcnstliche Beatmung aus der Umkleidekabine geschafft hat, vor den \u00fcberlebens-gro\u00dfen Spiegel, beginnt der mathematische Prozess. Hier verdreht sich der K\u00f6rper um die eigene Achse, um die eigenen Rundungen des Allerwertesten im neuen Beinkleid kritisch zu studieren. Obwohl man es beim Flanieren ja nicht selber betrachten kann, soll man doch einen Eindruck dar\u00fcber gewinnen, welcher Anblick sich dem geneigten Mitflaneur bietet. Aber das nur erg\u00e4nzend.<\/p>\n<p>Mathematisch betrachtet ergibt sich eine Windungssteigung zwischen dem Kopf nebst Blickrichtung und Allerwertesten. Sie, die Windungssteigung wird parallel zur L\u00e4ngsachse der Wirbels\u00e4ule berechnet. In der euklidischen Ebene wird die Drehung eines Vektors um einen festen Ursprung durch die Multiplikation mit der Drehmatrix erreicht. Aber wem sage ich das?\u00a0 Die auch als Rotationsmatrix bekannte Formel ist die Drehung im euklidischen Raum, in diesem Beispiel dem Verkaufsraum oder der Umkleidekabine als solches. Nicht die Gewindesteigung, oder die Belastbarkeit der rotierenden Bandscheiben sind jedoch f\u00fcr den Kauf entscheidend, sondern ausschlie\u00dflich die R\u00fcckansicht, die man selber ja eigentlich gar nicht bewundern kann. Im Gegensatz zur Handtasche, wo unter anderem der schlanke Fu\u00df ein wichtiges Argument ist, treten bei der Hose eher prall proportionierte Ges\u00e4\u00dfmuskeln in den Vordergrund. Aufmunternde, begeisternde Kommentare der Offerierenden haben sich gelegentlich als unmotiviert herausgestellt. Also: In jedem Fall &#8211; Augen auf beim Hosenkauf!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie soll ich es sonst mit dem Luther-Jahr halten? \u201eHier schreibe ich und\u00a0 kann nicht anders!\u201c Man, und besonders Frau m\u00f6gen mir verzeihen. R\u00fcckblickend auf die Schulzeit und speziell auf den Mathematik-Unterricht lie\u00df so manchen auf das Ergebnis kommen, dass man doch weniger f\u00fcr das Leben, als f\u00fcr die Schule gelernt hat. 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