{"id":185,"date":"2017-03-29T16:12:38","date_gmt":"2017-03-29T16:12:38","guid":{"rendered":"http:\/\/armins-nach-richten.de\/?p=185"},"modified":"2017-03-29T16:12:44","modified_gmt":"2017-03-29T16:12:44","slug":"saisonstart-2017","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/armins-nach-richten.de\/?p=185","title":{"rendered":"Saisonstart 2017"},"content":{"rendered":"<p>So fr\u00fch waren wir noch nie am Start. Gerade Mal Ende M\u00e4rz. Aber die Sonne, und die damit verbundenen Temperaturen locken ins Freie! Es ist fr\u00fch Fr\u00fchling, meteorologisch und kalendarisch und biologisch noch dazu. Die Bollen fliegen bereits, obwohl der Wind noch b\u00f6ig seinen k\u00fchlen Hauch \u00fcber Natur und DOB wehen l\u00e4sst (DOB = Damen Ober Bekleidung).<\/p>\n<p>Dieses Jahr beginnt alles anders. Erstens war ein passender Termin recht schnell gefunden, und zweitens fiel die Antwort auf die Frage nach dem bevorzugten Navi kategorisch negativ aus. Ich wollte dem Navigations-Legastheniker erst gar keine Chance auf vage M\u00f6glichkeit einer Irref\u00fchrung geben.<\/p>\n<p><em>Nota bene: Dem unkundigen Leser empfehle ich an dieser Stelle, zum besseren Verst\u00e4ndnis der allgemeinen Orientierungsfrage die Reportagen der Touren des Vorjahres, bzw. des Vorvorjahres!<\/em><\/p>\n<p>Wie nicht anders zu erwarten erschien der Sportkollege etliche Minuten vor der vereinbarten Zeit, was aber nicht zwingend auf ausgepr\u00e4gten Tatendrang und \u00fcberraschende Fr\u00fchform schlie\u00dfen lie\u00df. Es war schlicht und ergreifend der seit Jahrzehnten praktizierten Ungeduld geschuldet. Erfahrene Mitstreiter erahnen das damit verbundene \u00dcberraschungsmoment und kontern ihn rechtzeitig. Mit anderen Worten: Ich war startklar, als bereits um 09:39Uhr, anstelle der vereinbarten 10:00Uhr, die vertrauten Gru\u00dfformeln auf der Terrasse erklangen. Trotz kurz zuvor umgestellter Sommerzeit!<\/p>\n<p>Frohgemut traten wir in die Pedale \u2013 ohne Falk, G-Punkt und anderen neumodischen Hilfsmitteln. Z\u00f6gerlich akzeptierte der Technikversessene auf meine soliden, in iks Touren erworbenen, Ortskenntnisse. Zun\u00e4chst mit gelegentlichen Nachfragen, mit zunehmender Distanz schwand das Mistrauen, ohne die heimlich gehegte Begeisterung erkennen zu geben.<\/p>\n<p>Die Routenwahl basierte auf unvermeidlichen Einschw\u00fcngen in diversen Eisbuden und B\u00e4ckereien mit vorz\u00fcglichem Plundergeb\u00e4ck. Um die forsche Fahrt nicht unn\u00f6tig zu behindern w\u00e4hlte ich den ersten ernsthaften Stopp nach ein wenig mehr Kilometern. Nur ein kurzes Labsal lie\u00df uns in einer Apfelpause gen\u00fcgend Freiraum unser Rentnerdasein hochleben zu lassen. \u00a0Am Dorfbrunnen in Schuttern bestaunten wir einen Mitarbeiter des Bauhofes beim Aufbringen einer wasserfesten Substanz im Inneren des Brunnens. Es wurde ausdr\u00fccklich darauf hingewiesen, dass aus dem Kupferrohr kein Trinkwasser floss. Diese Warnung war jedoch \u00fcberfl\u00fcssig, da der Brunnen ohnehin ausgetrocknet schien. Zumindest f\u00fcr die Zeit der Malerarbeiten.<\/p>\n<p>Die erste geplante gr\u00f6\u00dfere Rast entwickelte sich in eine Zweistopp-Strategie innerhalb nicht wesentlich mehr als 200 Metern. Bei Plundergeb\u00e4ck, Rhabarberkuchen (ohne Sahne!) und einem Kaffee bandelten wir mit den Damen des Nachbartisches an, die beim Verzehr eines Salates kalorienbewusst auf ihre Figur achteten. Selbst die Bedienung (weiblich) erkannte uns augenblicklich als weitgereiste, sportliche Fahrensleute und zwang uns in einen unverbindlichen Wortwechsel. Sicher ein ordentliches Trinkgeld vor Augen.<\/p>\n<p>Nach Verrichtung der Notdurft ging es flugs weiter in die ca.200Meter entfernte Eisbude. W\u00e4hrend andere Sportskollegen vier Kugeln in Windeseile verschlangen, reduzierte ich mein Verlangen auf gerade einmal drei K\u00f6stlichkeiten. Und noch bevor ich mich dem Genuss der knusprigen Eiswaffel hemmungslos hingeben konnte, war auch schon der zweite Eisgang vollendet. Daf\u00fcr meine Hochachtung!<\/p>\n<p>Als n\u00e4chste kulinarische Ziele schlug ich die bekannten Eisbude in Grafenhausen bzw. Rust vor. Allerdings w\u00e4ren hier weitere 15 &#8211; 20 Kilometer Strecke zu bew\u00e4ltigen gewesen. So fiel die Entscheidung \u00fcber die anstehende Route einstimmig \u2013 also nur mit einer Stimme \u2013 f\u00fcr eine k\u00fcrze Variante aus. F\u00fcrs Erste sollte es genug sein. Die Anzahl der konsumierten Eiskugeln erf\u00fcllte ja bereits die untere Normgrenze, sodass uns auch keine Repressalien drohten.<\/p>\n<p>Die verbleibenden gut zehn Kilometer radelten wir gem\u00fctlich und eintr\u00e4chtig zur\u00fcck zu Start und Ziel. Die Sonne hatte es gut gemeint, der Weg wurde, bis auf eine Handvoll Meterchen, und g\u00e4nzlich ohne technische Kr\u00fccken, fehlerfrei bew\u00e4ltigt. Neue Ziele wurden fixiert, Pl\u00e4ne geschmiedet, Termine wage festgezurrt. Die Radsaison war erfolgreich gestartet.<\/p>\n<p>Ach ja: 47 Kilometer, 2 \u00be Stunden reine Fahrzeit. Pausenzeiten bleiben unber\u00fccksichtigt. Summa Samarium: Ein Apfel, zwei Rhabarberkuchen, ein Kirschplunder, ein St\u00fcck Blechkuchen, insgesamt neun Kugeln Eis, zwei Kaffee, due Espressi, zwei Liter Wasser (Medium).<\/p>\n<p>Alles am Dienstag, den 28.M\u00e4rz 2017<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So fr\u00fch waren wir noch nie am Start. Gerade Mal Ende M\u00e4rz. Aber die Sonne, und die damit verbundenen Temperaturen locken ins Freie! Es ist fr\u00fch Fr\u00fchling, meteorologisch und kalendarisch und biologisch noch dazu. 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